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Den Appell für einen “demokratischen und humanistischen Diskurs in den Medien” haben bis Dienstagvormittag 447 Medienschaffende, Forscherinnen und Künstler unterschrieben – der Tagesspiegel berichtete zuerst darüber. Die Initiatoren sind der Investigativjournalist und Grimme-Preisträger Silvio Duwe sowie die Autorin Annika Brockschmidt. Alleine schon der Sendungstitel sei journalistisch verantwortungslos. Caren Miosga nutze mit der “Fragestellung und der Wahl ihres Gastes eine von Rundfunkbeiträgen finanzierte Plattform, um Akteuren und Ideologien eine Bühne zu bieten, die im Falle eines Wahlsieges nicht zögern dürften, die Pressefreiheit erheblich einzuschränken oder abzuschaffen”, heißt es weiter.

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  • trollercoaster@sh.itjust.works
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    3 days ago

    Mit solchen Leuten diskutieren, ist, wie wenn man mit einer Taube Schach spielt. Die schmeißt nämlich alle Figuren um, scheißt das Brett voll und stolziert dann rum, als hätte sie gewonnen.

    Das Zielpublikum der Rechten ist für sachliche Argumente und Tatsachen größtenteils eh nicht empfänglich. Also warum der Propaganda eine Plattform bieten?

    • linule@lemmy.world
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      3 days ago

      Mir fällt auch noch ein, dass Ziel öffentlicher Debatte nicht ist, den Gegner zu überzeugen, sondern die Zuschauer, hier Millionen Menschen, mit ganz unterschiedlichen Bildungsstände und Ansichten (auch wenn natürlich mit einem rechten Durchschnitt). Somit ist die Analogie mit der Taube unpassend. Wenn der Gegner Unsinn treibt, gilt es, nicht in Verzweiflung aufzugeben, sondern es maximal sichtbar (idealerweise lächerlich) zu machen. Den dummen ist das egal, aber nicht dem ganzen 25%+ die derzeit AFD wählen wollen.

      • trollercoaster@sh.itjust.works
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        3 days ago

        Man kann die Taube auch gar nicht erst zum öffentlichen Schachturnier einladen, weil man ja schon vorher weiß, wie die “Schach” spielt.

        • linule@lemmy.world
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          3 days ago

          Wiederholung ist notwendig! Lügen werden geglaubt, weil sie immer wieder gesagt werden. So funktioniert Propaganda. Menschen fallen nicht beim ersten oder zweiten Mal rein, sondern weil sie den Inhalten Monate oder Jahre-lang ausgesetzt sind. Und deswegen muss die Wahrheit auch wiederholt werden.

          • trollercoaster@sh.itjust.works
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            2 days ago

            Ja, aber nur die Wahrheit, nicht die Lügen. Und wenn man den Lügnern eine Plattform gibt, dann wiederholen die ihre Lügen. Außerdem sehen die dann aus wie normale ernstzunehmende Diskussionspartner.

            • linule@lemmy.world
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              3 days ago

              Ich glaube nicht, dass die Lügen endlos wiederholt werden können, ohne sich lächerlich zu machen, wenn überzeugend korrigiert wird. Schwerpunkt überzeugend, was mehr Arbeit erfordert, als immer einfach zu meinen, moralisch überlegen zu sein.

              • trollercoaster@sh.itjust.works
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                2 days ago

                Wo überzeugende Korrektur? Die rückgratlosen Talkshow-Kasper kriegen doch bestenfalls grenzdebiles “Ja. Ja. Interessant.” als Antwort hin, wenn irgendein Politiker mal wieder irgendeinen offensichtlich erstunkenen und erlogenen Mumpitz in die Weltgeschichte rausposaunt.

                Mehr ist auch nicht gewollt, denn man hat ja schließlich Angst, dass die hohen Herrschaften keine Interviews mehr geben, wenn man sie zu hart anfasst.

                • linule@lemmy.world
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                  2 days ago

                  Das ist tatsächlich Teil des Problems, sie tun immer so als würden sie die Rechten sehr schlecht finden („ideologische Brandmauer“), aber zumeist legitimieren sie sie, indem sie z.B keine gute Fragen stellen, wodurch bei der Bevölkerung den Eindruck entsteht, es gehe nur so um cancel culture und sonst nichts. So macht man die Rechte zu Märtyrer / Verteidiger der Vernunft usw., was logischerweise ihre Beliebtheit erhöht.

    • linule@lemmy.world
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      3 days ago

      Das Problem ist dass AFD-Gegner oft auch nicht sauber argumentieren, z.B. wollte bislang niemand die Probleme, die durch Massenmigration entstehen, wahrnehmen, stattdessen so gut wie immer rein emotional-ablehnend reagiert. Somit wurde ihnen das Thema völlig überlassen, um es frei zu verzerren und zu übertreiben.

      Darüber hinaus gibt es auch Themen, wo man man selbst „populistisch“ argumentieren kann, wie z.B. hier mit MAGA: wie lässt sich Patriotismus u.a. mit offensichtlichem Souveranitätsverlust vereinbaren? Denn beim Patriotismus geht es ja um Nationalstolz usw., also gerade das Gegenteil, von dem was da entsteht. Und dass kann auch weniger diplomatisch formuliert werden, so dass es von jedem verstanden wird, und wirkt.

      • da_cow (she/her)@feddit.org
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        3 days ago

        z.B. wollte bislang niemand die Probleme, die durch Massenmigration entstehen, wahrnehmen, stattdessen so gut wie immer rein emotional reagiert. Somit wurde ihnen das Thema völlig überlassen, um es frei zu verzerren und zu übertreiben.

        Verstehe ich das jetzt richtig (ernst gemeint, ich bin mir absolut nicht sicher ob ich deine Aussage richtig verstanden habe), dass wir anfangen sollen gegen Ausländer zu hetzen, damit es die AfD nicht tut?

        Bloß weil auf einmal andere Parteien Dinge tun die sonst die AfD machen würde, werden diese nicht gut. Wir sollten lieber darauf hinweisen, wie unfassbar beschissen und überlastet die Deutsche Integration ist und diese mit mehr Personal ausstatten, sowie Abläufe vereinfachen (bspw. Ist es komplett dumm, dass migrierende Person eine ArbeitsERLAUBNIS vom Amt brauchen und so lange man die nicht bekommt darf man nicht arbeiten). Die angeblichen “Probleme der Massenmigration” die wir haben sind Probleme, die man sich durch strukturellen Rassismus selber ins Haus geholt hat.

        • linule@lemmy.world
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          3 days ago

          „Hetzen“: da taucht das polarisierte Denken bereits auf. Man muss in der Lage sein, sachbeständig sich unterhalten zu können, wie 1 Million+ Flüchtlinge/Migranten in dem Land einen Anschluss finden sollen, und die Vielzahl an logistischen Entscheidungen zu treffen, um das tragbar zu machen. Ohne dass gleich „besorgter Bürger“ u.ä. fällt. Das hilft auch den Migranten, denn ohne vernünftigen, langfristigen Plan, zu dessen Beschaffung es auch notwenig ist, allgemein Kritik ausüben zu dürfen, endet man mit der mysteriös ansteigenden AFD, die ihnen dann das Leben sehr schwer machen wird.

          Als weiteres Beispiel fällt mir z.B. die dumme Debatte über Transfrauen im Sport ein. Warum weist man nicht einfach auf wissenschaftliche Studien der Leistungsfähigkeit in den betroffenen Sportarten hin, statt da immer eine große ideologische Debatte zu öffnen. Nicht-Rechte haben sich hier im Grunde genommen ähnlich populistisch wie die Rechten verhalten, indem sie auch mit ideologische oder sonstwie off-topic Parolen der Sache angegangen sind, anstatt sich hinzusetzen und denken, was da eigentlich besprochen wird, und wie man damit sachlich, und dadurch auch wirklich konstruktiv umgehen kann.

          • da_cow (she/her)@feddit.org
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            2 days ago

            Hetzen“: da taucht das polarisierte Denken bereits auf.

            Das ist kein polarisierendes denken, sonder das was die AfD macht. Wenn es kein Hetzen ist, wie würdest du denn sonst das Verhalten der AfD gegenüber Migrationsthematiken bezeichnen? Was sind Aussagen wie “Alimentierte Messermänner” oder “wir brauchen Millionenfache Remigration”. Wie sollen wir es nennen, wenn die AfD sämtliche Migrieren de Personen über einen Kamm schert, wenn es nicht Hetze genannt werden soll?

            Man muss in der Lage sein, sachbeständig sich unterhalten zu können, wie 1 Million+ Flüchtlinge/Migranten in dem Land einen Anschluss finden sollen, und die Vielzahl an logistischen Entscheidungen zu treffen, um das tragbar zu machen.

            Ist ja das was ich gesagt habe. Das macht aber eben die AfD nicht. Sie sucht die Schuld bei den ganzen Menschen, welche vor Hunger und Krieg (welchen wir als Westen oftmals mit zu verantworten haben dank Kolonialismus) fliehen um ein besseres Leben zu haben. Sie redet nicht davon, dass man die Integration durch Bürokratieabbau verbessern kann. Die AfD interessiert sich nur dafür, wie man migrierende nicht weiße Personen am schnellsten wieder los wird (im Klartext: wie man sie abschieben kann).

            Warum weist man nicht einfach auf wissenschaftliche Studien der Leistungsfähigkeit in den betroffenen Sportarten hin, statt da immer eine große ideologische Debatte zu öffnen.

            Hast du mal probiert mit wahlweise mit Querdenken oder Faschos diskutiert? Wenn nicht, dann solltest du das mal machen und dann kannst du ja mal erzählen, wie sehr die deine Studien interessiert haben. So sehr ich mir wünschen würde, dass ein gesellschaftlicher Diskurs auf wissenschaftlicher Basis geführt würde, sieht die Realität ganz anders aus. Schau dir die Bild Schlagzeilen an. Ist das Wissenschaft? Ich glaube nicht. Leute die auf die Propaganda von Bild und co reinfallen haben die Superkräfte namens “Mir egal wie gut deine Quelle ist, ich glaube der einfach nicht.” Du kannst nicht mit Leuten Argumentieren, die sich Argumenten verweigern.

            • linule@lemmy.world
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              2 days ago

              Ich meinte Hetzen im Kontext unseres Gesprächs. Ich beschreibe ja, dass es möglich sein sollte, sich über das Migrationsthema offen und dadurch auch kritisch unterhalten zu können, und da kommt gleich „Hetzen“ auf, was nichts zur Sache tut. Ja, es gibt Leute die Kritik ausüben weil sie Hetzen wollen, aber es bleiben zwei völlig verschiedene Sachen, und Kritik führt nicht zwingend zu Hetze.

              Zum Rest will ich nur sagen, dass ein großer Fehler in der derzeitigen öffentlichen Debatte es ist, kleine Gruppen zu verallgemeinern, und dadurch effektiv größer zu machen, ja, es gibt maliziöse Akteure, oder so total Hirngewaschene, wo Diskussion tatsächlich eine Zeitverschwendung ist, aber das ist NICHT das 25%+ der Bevölkerung, das letztendlich die Wahlen bestimmt. Es ist eine öffentliche Debatte, man muss an alle denken, die zuschauen. Die Personen womit debattiert wird sind nur ein Instrument, um die Mehrheit zu überzeugen. Wenn man damit nicht umgehen kann, ist eine politische Bestrebung sinnlos.

          • kossa@feddit.org
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            3 days ago

            Warum weist man nicht einfach auf wissenschaftliche Studien der Leistungsfähigkeit in den betroffenen Sportarten hin

            Als ob das noch niemand gemacht hätte 😂

            In diesen Zeiten ist sich ja nicht mal ein Markus Söder zu schade, konfrontiert mit wissenschaftlicher Arbeit einfach zu antworten “Das glaube ich nicht” und damit davonzukommen.

            Hast du die Formate wie Miosga oder Lanz mal gesehen? Was glaubst du, wieviel Redebeitrag da rumkommt? Und da soll jemand die wissenschaftliche Forschung, für den Laien verständlich, mal eben kurz darlegen? Mit Quellenangabe am besten. Und dann sagt der Fascho hinterher “Ach so, ja, jetzt bin ich überzeugt”.

            Ne, in diesen Formaten kann man kurz sagen “die Studienlage sagt dasunddas.” Die Antwort darauf ist aber seit jeher “ich kenne aber andere Studien, die sagen das Gegenteil”, dann ist die Sendezeit vorbei und das Publikum glaubt weiter das, was sie vorher schon für richtig gehalten haben, gibt ja auch Studien dazu.

            • linule@lemmy.world
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              3 days ago

              Nein, man muss die wissenschaftliche Arbeit nicht zitieren, aber eben hartnäckig drauf hinweisen, denn das ist die eine und einzige Lösung des Problems. Wenn die Debatte ausufert, dann nochmal, und nochmal und nochmal

              • kossa@feddit.org
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                3 days ago

                Dann behauptet die Gegenseite weiter hartnäckig “wir haben auch Studien”. Das ist doch sogar bei so Themen wie dem Klimawandel so. Irgendein verirrter Sprallo schreibt ein Paper und plötzlich ist das eine zu beachtende Minderheitenmeinung, obwohl jahrzehntelange Forschung und Tausende Paper das Gegenteil belegen.

                Mach’ mal ruhig, weise hartnäckig auf die Lügenkonstrukte der extremen Rechten hin, und schau’ wie weit du kommst, wird super 👍.

                Hat auch noch niemand vorher versucht.

                • linule@lemmy.world
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                  3 days ago

                  Dann bleibt man wie gesagt hartnäckig beim Thema, denn die wissenschaftliche Richtung ist korrekt, man muss dann diskutieren, warum die Studien glaubwürdig sind oder nicht, und wenn Zweifel bezüglich der Wissenschaft selbst aufkommen, dann diskutiert man diese Zweifel, und so weiter.

                  Die Sache ist, das ich dieses „bereits versucht“ ehrlich gesagt kein einziges Mal gesehen habe, in allen Fällen wurden Studien überhaupt nicht erwähnt. Also wenn es getan wird, ist es nicht oft genug.

                  • da_cow (she/her)@feddit.org
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                    2 days ago

                    man muss dann diskutieren, warum die Studien glaubwürdig sind oder nicht, und wenn Zweifel bezüglich der Wissenschaft selbst aufkommen, dann diskutiert man diese Zweifel, und so weiter.

                    OK, also muss ich bei jeder Diskussion ein so gutes Verständnis des Themas haben, dass ich Wissenschaftliche Literatur lesen und Interpretieren kann. Dieser Anspruch an Diskussion ist zwar nett, aber ich habe von ausreichend Themen nicht ansatzweise Genug Ahnung, als dass ich mir Zutrauen würde Studien gegen Anschuldigungen zu Verteidigen (sofern die Gegenseite sich die Studien überhaupt anschaut).