Ich habe ganz viele Gedanken dazu und Dinge mit Kraftausdrücken, die ich gern äußern würde, aber ich glaube, das kann ich mir sparen, denn ihr werdet vermutlich ähnliche Inspirationen haben.

  • JensSpahnpasta@feddit.org
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    3 days ago

    Im Kern können wir uns diese Scheindebatte sparen: Unser Land ist so, weil die CDU will, dass es so ist. Die ausgesetzte Vermögenssteuer, die wachsende Ungleichheit, das Verkehrssystem, alles ist genau so, wie die CDU das für sich und ihre Wähler und Spender haben möchte. Häufig auf Kosten der anderen.

    Seit 1982 hat die CDU nur zwischen 1998-2005 und 2021-2025 nicht den Kanzler gestellt. Von 44 Jahren sind das dann 11 Jahre. Dazu kommt dann eine längere “Durststrecke” von 1969-1982. Aber insgesamt hat die CDU in den 77 Jahren seit Gründung der Bundesrepublik dann nur 24 Jahre nicht den Kanzler gestellt. Damit ist sie der FC Bayern der Bundespolitik.

  • Tudsamfa@lemmy.world
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    3 days ago

    Wenn jemand im politischen Raum sagt, es sei “einfach zu schwierig” oder gar “unmöglich”, Überreiche zu besteuern, müsst ihr in Gedanken bitte ergänzen: “… und deshalb besteuern wir lieber Dich, Du Opfer!”
    – Awet Tesfaiesus, MdB

  • baleanar@discuss.tchncs.de
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    Deutsch
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    3 days ago

    Bei der nächsten Wahl muss die Union verlieren. Diese Faschokatalysatoren gehören abgeschafft. Die bieten echt Keine Lösungen für Arbeiter.

      • Bababasti@feddit.org
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        15
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        3 days ago

        Weil sie es, anstatt der Linken, geschafft hat sich als Partei des kleinen Mannes zu inszenieren auch wenn sie das komplette Gegenteil vertritt.

        • Matombo@feddit.org
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          30
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          3 days ago

          Nicht ohne massive hilfe von milladären die defakto eine komplette parrallele medienlandschaft aufgebaut haben.

          nuis ist ja nur die spize des eisbergs und nuis macht keinen gewinn, das ist eine reine propagandawebseite finanziert von einem milliadär der die afd geil findet.

          Die Linke hat halt keine so finazstarken unterstützer, und genau das ist der grund warum milladäre und demokratie nicht verreinbar sind.

  • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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    26
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    3 days ago

    Güntzler, sagte im Deutschlandfunk, ein großer Teil der Vermögen sei nicht frei verfügbar, sondern in Unternehmen gebunden.

    Und was machen diese Unternehmen? Sind die gemeinnützig? Nein? Generieren die vielleicht aufgrund der Arbeitsleistung der Angestellten Profit für den Unternehmenseigner? Dann muss man die vielleicht besteuern. Grundstücke werden schließlich auch besteuert, selbst wenn die keinen Profit erwirtschaften. Die sind auch kein „frei Verfügbares“ Vermögen.

    • Quittenbrot@feddit.org
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      3 days ago

      Nee, aber die Argumentation ist, dass Staat/Gesellschaft ein Interesse daran haben, dass der Einzelne sein Geld ‘aktiv’ in Form eines Unternehmens einsetzt, statt es ‘passiv’ in Vermögenswerten wie Immobilien oder Kunst zu parken. Denn Unternehmen stärken die Wirtschaft, bieten Arbeitsplätze, generieren Steuern, etc, und kommen so der Allgemeinheit mehr zugute als der 5. Porsche in der Tiefgarage.

    • luciferofastora@feddit.org
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      3 days ago

      Wenn so viel Vermögen in Unternehmen gebunden ist, du aber nicht das flüssige hast, die Steuern zu bezahlen, müsstest du eben Teile davon verkaufen. Zwei Fliegen auf eine Klappe!

  • daw@feddit.org
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    3 days ago

    Kann mir mal irgendjemand erklären wie das legal ist? Die Vermögenssteuer ist ja eigentlich geltendes Recht, welches irgendwann in den 90ern aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ausgesetzt wurde. Aber ja nicht weil das Gericht die Steuer an sich nicht für gerecht hielt, sondern weil es gesagt hat, dass verschiedene Vermögensarten nicht gerecht bemessen werde, so wurden zB Immobiliën nicht richtig bewertet. Wie kann es also sein, dass die Folge davon ist geltendes Recht einfach ohne Beschluss abzuschaffen anstatt die vom Gericht bemängelten Fehler zu fixen?

    Ernsthafte Frage!

    (Paar Infos aus Wikipedia

    Das Vermögensteuergesetz vom 16. April 1934 wurde am 16. Januar 1952 in der nunmehr geltenden Fassung neu bekannt gemacht und 1974 durch das noch geltende Vermögensteuergesetz abgelöst.

    Der Artikel 106 des Grundgesetzes sieht die Erhebung einer Vermögensteuer ausdrücklich vor und dass ihr Aufkommen den Ländern zusteht. Die konkrete Form der Erhebung einer Vermögensteuer in der damaligen Form erklärte das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 22. Juni 1995 als nicht mit der Verfassung vereinbar:

    Das Bundesverfassungsgericht hatte eine Ungleichbehandlung festgestellt und den „Gesetzgeber (…) verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum 31. Dezember 1996 zu treffen.“[2] Um diese aufzulösen, standen dem Gesetzgeber mehrere Möglichkeiten offen. Die damalige Bundesregierung entschied sich jedoch, die Vermögensteuer nicht mehr zu erheben, auch wegen des damaligen Einkommensteuer-Spitzensatzes von 53 % plus Solidaritätszuschlag. Das Vermögensteuergesetz ist nicht aufgehoben.

    Der Anteil der Bevölkerung, der einer Vermögensteuer zustimmt, war in den Vorjahren in repräsentativen Umfragen gestiegen von 35 % in 2007[45] auf 72 % der Befragten im Dezember 2019.[46][47] Eine andere repräsentative Umfrage von 2019 nur unter Personen mit mehr als 100.000 Euro Vermögen ergab, dass 76 % der Befragten eine Vermögensteuer befürworten ab einem Vermögen von mehr als einer Million Euro.

    )

    • Eskarina (she/her)@feddit.org
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      3 days ago

      Hatte das Gespräch mal mit meinem Jura studierenden Schwager. Ist eine Weile her, aber ein Punkt war, dass es schlicht keine Instanz gibt, die der Legislative vorschreiben kann, welche Gesetze zu machen sind. Das BVerfG kann Gesetze nur als verfassungskonform oder nicht bewerten, was die Legislative dann damit macht ist ihr überlassen.

      Ich frag mich ja echt, ob das Urteil damals vielleicht zum Teil Kalkül war, um die Vermögenssteuer “abzuschaffen”.