Der Verteidigungsminister sieht die Aufstockung der Truppen auf einem "exzellenten Weg". In der ARD bezeichnet er US-Präsident Trump als uneinsichtig und respektlos.
Denkbar ist alles. Es fehlen leider die Informationen, was die Realität ist.
Indien hat letztens wahrscheinlich ein französisches Flugzeug durch eine chinesische Rakete verloren. Westliche Technik ist nicht mehr automatisch besser.
Andererseits sollten westliche AA Raketen zumindest den russischen überlegen sein.
Mich stört, dass dies das wichtigste Thema zur Beurteilung der Lage ist, es dazu aber nur Seiten gibt, die die Anzahl der Flugzeuge aller Länder zählen.
Das wird sich vermutlich auch nie sicher sagen lassen. Vieles unterliegt schließlich der Geheimhaltung, niemand wird zugeben wollen, ein Aggressor könnte die eigene Armee schlagen, schon gar nicht mit welchen Mitteln das möglich wäre. Hinzu kommt, dass man zwar mit Manövern und Szenaren üben und überlegen kann, wie ein Konflikt ausgehen würde, aber sicher ist es trotzdem keinesfalls. Russland hätte vielleicht auf einen Angriff verzichtet, wenn sie gewusst hätten, dass die Ukraine nicht kollabieren und sich Selenskyj nicht nach Westeuropa oder in die USA absetzen würde. Sicherlich war man sich im Generalstab sicher, die Ukraine schnell und mit den vorhandenen Kräften überwältigen zu können. Und tatsächlich hat sich die Annahme dann als falsch erwiesen, man hatte wohl den Kampfwert der eigenen Kräfte überschätzt, die Moral und Entschlossenheit der Ukraine unterschätzt. Das alleine die Kampfkraft nicht Ausschlag gebend sein kann, lässt sich auch an Kriegen wie der UdSSR in Afghanistan, zuvor der Franzosen und Amerikaner in Vietnam und genug anderen Beispielen ablesen. Auch können Faktoren wie Korruption eine Rolle spielen, wieviele Panzer wurden gekauft, sind die tatsächlich einsatzbereit, gibt’s genug Munition, Treibstoff, gibt es genug Einheiten, um die tatsächlichen Kampfeinheiten zu versorgen etc. Das kann auch auf dem Papier besser aussehen, als in der Realität. Bei der Bundeswehr würden immer noch nicht alle Einheiten voll ausgestattet werden können, da schlicht nicht genug Material beschafft wurde. Das ändert sich jetzt langsam.
Trotzdem werden die Militärs Berechnungen anstellen können um die Kampfkraft zu bewerten. Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
Amerikaner in Vietnam
Die Verringerung der amerikanischen Militärhilfe, die zum Lebensnerv der südvietnamesischen Streitkräfte geworden war, bewirkte einen materiellen und psychologischen Aufruhr und Verfall in dieser Armee.
Afghanistan wurde andererseits bereits vor dem Engagement der UdSSR vorbereitet.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Verständnis der Resourcen ist.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa. Es kann nicht beides sein. Wo ist die Aufstellung der Kampfkraft, die entweder das eine oder das andere begründet?
Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
Das passiert doch auch. BeispielsweiseOberst Resner vom österreichischem Bundesheer, General a.D. Bühlerbeim MDR Podcast „Was tun, Herr General?“, der NDR sendet seit Jahrzehnten „Streitkräfte und Strategien“, der Historiker Neitzel, Niko Langeund noch weitere. Die Militärs unterliegen aber einer Geheimhaltungspflicht, wenn nicht mehr aktiv, verfügen sie (meist) nicht mehr über aktuelle Geheiminformationen.
Und selbst der russische Generalstab mit allen Ressourcen und verfügbaren Informationen hat vermutlich die Lage falsch einschätzt. Eine Redaktion wird das auch nicht alles leisten können.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa.
Die russische Armee ist nicht inkompetent. Darüberhinaus sind nicht alle Einheiten in der Ukraine aktiv, es können sehr wohl Einheiten in der Ukraine schlecht aufgestellt sein und trotzdem noch gut ausgestattete Einheiten in der Reserve sein.
Bei all den Experten habe ich bis jetzt aber eben keine echte Analyse gesehen. Es gibt Meinungen, aber keine möglichst vollständige Gegenüberstellung der militärischen Mittel.
Niemand kann alle oder möglichst viele Punkte wissen und berücksichtigen. Und dann muss noch eine möglichst neutrale Auswertung erfolgen. Ich denke, dass das nicht möglich ist, bzw. es nicht geben kann. Daher auch mein Punkt, dass möglicherweise der russische Generalstab Fehler in seinen Szenaren gemacht und die Lage falsch eingeschätzt hat. Wissen, ob das tatsächlich und falls ja, in welchen Umfang das der Fall war, weiß ich natürlich nicht.
Vermutlich können nur Historiker, vorausgesetzt es gibt noch genug Unterlagen, auch von verschiedenen Parteien, im Nachhinein allgemein die beste Einschätzung liefern.
Es fehlen leider die Informationen, was die Realität ist.
Das wird leider oft erst im Nachhinein wirklich klar, wenn Historiker sorgfältig sezieren, was wo warum wie schiefgegangen ist, bis sie die Entscheidungsträger ihrer Zeit solange mit Ermahnungen gequält haben, dass ihnen wieder die Budgets gestrichen werden.
Denkbar ist alles. Es fehlen leider die Informationen, was die Realität ist.
Indien hat letztens wahrscheinlich ein französisches Flugzeug durch eine chinesische Rakete verloren. Westliche Technik ist nicht mehr automatisch besser.
Andererseits sollten westliche AA Raketen zumindest den russischen überlegen sein.
Mich stört, dass dies das wichtigste Thema zur Beurteilung der Lage ist, es dazu aber nur Seiten gibt, die die Anzahl der Flugzeuge aller Länder zählen.
Das wird sich vermutlich auch nie sicher sagen lassen. Vieles unterliegt schließlich der Geheimhaltung, niemand wird zugeben wollen, ein Aggressor könnte die eigene Armee schlagen, schon gar nicht mit welchen Mitteln das möglich wäre. Hinzu kommt, dass man zwar mit Manövern und Szenaren üben und überlegen kann, wie ein Konflikt ausgehen würde, aber sicher ist es trotzdem keinesfalls. Russland hätte vielleicht auf einen Angriff verzichtet, wenn sie gewusst hätten, dass die Ukraine nicht kollabieren und sich Selenskyj nicht nach Westeuropa oder in die USA absetzen würde. Sicherlich war man sich im Generalstab sicher, die Ukraine schnell und mit den vorhandenen Kräften überwältigen zu können. Und tatsächlich hat sich die Annahme dann als falsch erwiesen, man hatte wohl den Kampfwert der eigenen Kräfte überschätzt, die Moral und Entschlossenheit der Ukraine unterschätzt. Das alleine die Kampfkraft nicht Ausschlag gebend sein kann, lässt sich auch an Kriegen wie der UdSSR in Afghanistan, zuvor der Franzosen und Amerikaner in Vietnam und genug anderen Beispielen ablesen. Auch können Faktoren wie Korruption eine Rolle spielen, wieviele Panzer wurden gekauft, sind die tatsächlich einsatzbereit, gibt’s genug Munition, Treibstoff, gibt es genug Einheiten, um die tatsächlichen Kampfeinheiten zu versorgen etc. Das kann auch auf dem Papier besser aussehen, als in der Realität. Bei der Bundeswehr würden immer noch nicht alle Einheiten voll ausgestattet werden können, da schlicht nicht genug Material beschafft wurde. Das ändert sich jetzt langsam.
Trotzdem werden die Militärs Berechnungen anstellen können um die Kampfkraft zu bewerten. Zeitungen könnten Offiziere unbeteiligter Staaten bezahlen, um aufgrund der öffentlichen Daten eine grundlegende Bewertung vorzunehmen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frühjahrsoffensive_in_Vietnam_1975
Afghanistan wurde andererseits bereits vor dem Engagement der UdSSR vorbereitet.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Verständnis der Resourcen ist.
Aktuell berichten die Medien von inkompetenten, schlecht ausgerüsteten Russen in der Ukraine aber auch von einer existentiellen russischen Gefahr für Europa. Es kann nicht beides sein. Wo ist die Aufstellung der Kampfkraft, die entweder das eine oder das andere begründet?
Das passiert doch auch. BeispielsweiseOberst Resner vom österreichischem Bundesheer, General a.D. Bühlerbeim MDR Podcast „Was tun, Herr General?“, der NDR sendet seit Jahrzehnten „Streitkräfte und Strategien“, der Historiker Neitzel, Niko Langeund noch weitere. Die Militärs unterliegen aber einer Geheimhaltungspflicht, wenn nicht mehr aktiv, verfügen sie (meist) nicht mehr über aktuelle Geheiminformationen.
Und selbst der russische Generalstab mit allen Ressourcen und verfügbaren Informationen hat vermutlich die Lage falsch einschätzt. Eine Redaktion wird das auch nicht alles leisten können.
Die russische Armee ist nicht inkompetent. Darüberhinaus sind nicht alle Einheiten in der Ukraine aktiv, es können sehr wohl Einheiten in der Ukraine schlecht aufgestellt sein und trotzdem noch gut ausgestattete Einheiten in der Reserve sein.
Bei all den Experten habe ich bis jetzt aber eben keine echte Analyse gesehen. Es gibt Meinungen, aber keine möglichst vollständige Gegenüberstellung der militärischen Mittel.
Niemand kann alle oder möglichst viele Punkte wissen und berücksichtigen. Und dann muss noch eine möglichst neutrale Auswertung erfolgen. Ich denke, dass das nicht möglich ist, bzw. es nicht geben kann. Daher auch mein Punkt, dass möglicherweise der russische Generalstab Fehler in seinen Szenaren gemacht und die Lage falsch eingeschätzt hat. Wissen, ob das tatsächlich und falls ja, in welchen Umfang das der Fall war, weiß ich natürlich nicht.
Vermutlich können nur Historiker, vorausgesetzt es gibt noch genug Unterlagen, auch von verschiedenen Parteien, im Nachhinein allgemein die beste Einschätzung liefern.
Das wird leider oft erst im Nachhinein wirklich klar, wenn Historiker sorgfältig sezieren, was wo warum wie schiefgegangen ist, bis sie die Entscheidungsträger ihrer Zeit solange mit Ermahnungen gequält haben, dass ihnen wieder die Budgets gestrichen werden.