• Bababasti@feddit.org
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    10 days ago

    Wobei die im Artikel vorgestellten Inititiativen und Projekte echt Hoffnung machen. Den Ausspruch “public money - public code” dürften sich gern ein paar (viele) mehr Kommunen im Land auf die Fahne schreiben.

      • JensSpahnpasta@feddit.org
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        10 days ago

        Mit Grundrecht auf Quellcode

        Es ist eh erstaunlich, wie sehr der Staat sich da selbst in den letzten Jahrzehnten eingeschissen hat. Im Kern sind ja alle diese “Fachanwendungen” Eigenentwicklungen. Statt die quelloffen auszuschreiben wird dann irgendeine ranzige Software von einer bestimmten Firma eingekauft. Schön Closed-Source. Schön mit Vendor-Lockin. Diese Firma hat dann praktisch ein Monopol auf die Fachanwendung und kann die Preise diktieren.

        Wenn man sowas als OpenSource-Entwicklung ausschreibt, spart man auf lange Sicht massiv Geld. Dann entfallen regelmäßige Lizenzzahlungen. Man kann die Entwicklung auch an andere Firmen vergeben. Andere Länder oder Kommunen könnten die Software frei ohne eigene Zahlungen nutzen.

        Und das ist alles seit Jahrzehnten völlig naheliegend.

        • Bababasti@feddit.org
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          ·
          10 days ago

          Da muss ich wieder an den interessanten Blogpost von einem Entwickler denken, welcher mal im Rahmen seiner Anstellung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Kartenanwendung programmiert hat. Diese findet nun weite Anwendung im öffentlichen Dienst aber weiterfinanzieren will sie irgendwie niemand. Den Blogpost finde ich gerade leider nicht mehr, aber die Anwendung ist diese hier: https://versatiles.org/consortium/de

          Da stehen noch ein paar interessante Informationen. Und man sieht auch, dass das ZDF und der rbb schon abgesagt haben sich an einer Weiterentwicklung/Erhaltung der Software zu beteiligen. So viel zum Verständnis vom Wert von Open Source. Allein finanziell schon ein no-brainer:

          Der wirtschaftliche Unterschied ist drastisch: Eine interaktive Karte auf der Startseite eines Nachrichtenportals mit großer Reichweite kann bei kommerziellen Anbietern 50.000 Euro und mehr pro Monat kosten – selbst mit ausgehandeltem Mengenrabatt. Mit VersaTiles lägen die Hostingkosten dagegen weit unter 100 Euro.

          • Jesus_666@lemmy.world
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            Deutsch
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            9 days ago

            Das ist leider so eine Krankheit, die viele Leute haben, die von IT nichts verstehen: Sie sehen, dass ihre unmittelbaren Bedürfnisse erfüllt sind, und deklarieren daraufhin die Software als fertig. Die Annahme ist, dass Software wie ein Bauwerk oder Gebrauchsgegenstand funktioniert, nur ohne Wartungsaufwand weil sich ja nichts physikalisch abnutzt. Folglich muss man nur Geld ausgeben, wenn man ein neues Feature braucht, und dann ist das ein neues Projekt.

            Ich habe ein paar Jahren für eine Firma gearbeitet, die so funktioniert hat. Der Chef brauchte in den 90ern eine Website für seine Hauptfirma, aber es gab keine guten Anbieter. Also hat er eine Zweitfirma gegründet und ein paar Studenten in Teilzeit eingestellt, um einen Baukasten für Flash-Websites zu bauen. Und die hat er dann als Produkt verkauft, bis in den 2010ern plötzlich alle Leute von Flash weg wollten, weil aus unerfindlichen Gründen iPhones diese erprobte Technologie nicht mehr unterstützt haben.

            Sein Plan: Wieder Studenten anheuern, um billig mit WordPress neue Websites rauszukacken, alle Kunden auf die selbe Instanz ballern, wieder die Entwicklung einstellen und das Ergebnis weitere 20 Jahre lang verkaufen. Es gab keinen Plan für Updates oder regelmäßige Sicherheitschecks, weil ist ja fertig. Ebenso war nicht vorgesehen, dass es langfristig angestellte Vollzeitentwickler gibt, weil wenn er neue Features braucht kann er ja einfach neue Studenten anheuern.

            Diese Leute wissen nicht, dass Software und insbesondere Onlinedienste regelmäßige Pflege brauchen und sie wollen davon auch nichts wissen. Für sie besteht kein Unterschied zwischen einem Programm, das 1995 auf Diskette verkauft wurde, und einem Webdienst, der mehrere potenziell angreifbare APIs exponiert.

        • illusionist@lemmy.zip
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          10 days ago

          Wenn es so naheliegend ist, warum setzt sich niemand dafür ein? Nicht-Programmierer wissen oft nicht mal dass es quelloffenheit gibt…

          • JensSpahnpasta@feddit.org
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            9 days ago

            Wenn ich das wüsste. Im Kern wird ja anscheinend “Software für Anwendung X” ausgeschrieben und nicht “Entwicklung einer Software für Anwendung X unter freier Lizenz”

        • BigShammy80@feddit.org
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          9 days ago

          Man rechen mal, was das über die Jahrzehnte schon gekostet hat and Support- und Lizenzgebühren… Holy Moly…

  • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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    10 days ago

    Microsoft verlegt ihren Deutschlandsitz vom Münchner Umland in die Stadt hinein. Die Luft wurde dünn für LiMux und Open Source. Und so kam 2017 der Beschluss zum „Salto rückwärts“: das Ersetzen von Linux durch Windows bis 2020.

    Bin mal gespannt, wie Microsoft diesmal den Wechsel von Windows weg verhindert. Noch ’ne Zentrale können sie ja nicht bauen und damit mit Arbeitsplätzen locken.

    • Captain Baka@feddit.org
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      10 days ago

      Vielleicht noch eine Zweigstelle auf der anderen Seite der anderen Seite der Staatskanzlei? Man kann doch das Ziel mit einer Zangenbewegung festsetzen.

    • Jesus_666@lemmy.world
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      Deutsch
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      9 days ago

      Damit drohen, den Deutschlandsitz woanders hin zu verlegen? Oder vielleicht damit, sich in die Rechner von Regierungsangestellten zu hacken und Teams zu installieren.