cross-posted from: https://sh.itjust.works/post/67978725
Moin zusammen,
wie womöglich manch anderer hier bin ich von der Preiserhöhung der 1&1 für Bestandskunden betroffen. Konkret: Ich habe einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten; ein paar Monate sind noch auf der Uhr, und mitten innerhalb dieser Zeit erklärt die 1&1 einseitig, ab kommendem Monat erhöhe sich mein Preis. Wenn ich das doof fände, hätte ich ein Sonderkündigungsrecht.
Unabhängig davon, ob die AGB das zulassen (der oben verlinkte Medienbericht merkt Zweifel an, ob das alles so rechtens ist): Ich empfinde das als eine Frechheit. Ich mache eine Kostenkalkulation für 24 Monate und treffe basierend darauf eine Entscheidung, einen Vertrag abzuschließen oder nicht. Ein Anbieter kann nach meinem Dafürhalten nicht einfach binnen dieser 24 Monate unter Verweis auf seine Kostenkalkulation einfach die Kosten erhöhen.
Ich habe der 1&1 bereits eine scharf formulierte Mail geschickt (die ich, so gewünscht, auch hier teilen kann). Auch habe ich eine Kündigung vorgemerkt. Ich mache mir aber keine Illusionen, dass eine einzige Mail/Kündigung den Konzern von solchen Praktiken abbringen wird. Ich glaube aber auch, dass so ein Gebaren nicht unwidersprochen hingenommen werden darf, weil es sonst Schule macht.
Meine Fragen an euch sind daher:
- Seid ihr ebenfalls von der Preiserhöhung betroffen?
- Wie denkt ihr darüber?
- Für wie aussichtsreich haltet ihr es, sich zu organisieren und zumindest lautstark Widerspruch anzumelden, womöglich auch Konsequenzen daraus zu ziehen durch (Sonder-)Kündigung?
Diese Firma verhält sich dauernd so.
Wichtig: Kündigungen bei 1&1 nicht per Mail, Brief oder Einschreiben, sondern besser per gerichtlicher Zustellungsurkunde. Kostet so 20 EUR und es ist gut angelegt, denn es weist nicht nur den Zugang, sondern auch den Inhalt nach. Es wäre doch schade, wenn deine Kündigung verloren geht!!
Bei Vertragsverletzungen, Mahnungen, Drohungen, Inkassobriefen gleich zur Verbraucherzentrale. Die haben AnwältInnen und nach einem Brief vom Anwalt wird z.B. die verschütt gegangene Kündigung meist doch gefunden.
Ich hatte zumindest eine ähnliche Erfahrung - nicht über einen DSL-/Glasfaser-Anbieter, sondern Stromanbieter (E.ON).
Die wollten mir meinen monatlichen Abschlag innerhalb der 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit mehr als verdoppeln. Die daraus ergebenen Preise waren auch deutlich teurer als die üblichen Standard-Angebote. Auch hier wurde mir (immerhin) ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, was ich liebend gerne in Anspruch genommen habe.
Wenn ich schon so dermaßen vom Hof gejagt werde, habe ich auch kein Interesse, mich bei einem habgierigen Anbieter einzuklagen.
Wie denkt ihr darüber?
Ich würde Marcell Davis anrufen.
Kontext. Er war vor 10-15 (?) Jahren das ikonische Werbegesicht von 1&1 und Leiter der Abteilung Kundenzufriedenheit
Und da er erst geht, wenn das Problem beim Kunden behoben ist, ist er wahrscheinlich mittlerweile in einer inzwischen leerstehenden Mietwohnung in Obervogelgesang verhungert. :(
Das ist natürlich nicht schön, ich denke, ich werde vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.
Je mehr Kunden sich offiziell beschweren (z. B. bei der Verbraucherzentralen) desto eher initiieren diese Verbände Musterfeststellungsklagen.
Und zu deinem letzten Punkt, ja, ich denke schon, dass das was bringt.Mich haben die auch angeschrieben. 3 Monate Zeit hat man ab Zugang der Mail. Werde zumindest anrufen und sagen, dass ich das nicht gut finde. Ggf Krieg ich meinen alten Preis zurück.
Aber ich wollte auf Glasfaser umstellen, der kostet dann auch “nur” 35€ für 150Mbit. Aber da ist noch nicht geklärt wie das gemacht ist. Kann ja mal Bescheid geben wie beides ausgegangen ist.
Ich stehe auch recht kurz vor einer Vertragsverlängerung. Der Clou ist (und das habe ich ihnen auch geschrieben): Wenn ich mich schon bei aktuellen Vertrag nicht darauf verlassen kann, dass meine Kostenkalkulation 24 Monate lang hält - warum sollte ich jetzt einen Abschluss mit einem Vertragspartner wagen, von dem ich weiß dass er unzuverlässig ist? Wenn die das nicht zurücknehmen, gedenke ich nicht, solch ein Verhalten noch durch Verlängerung zu belohnen.
Für mich gäbe es nichts besseres als früher kündigen zu können, da sich Vertragshopping dadurch nochmehr lohnt. Die meisten Abschlusspramien/Vergünstigungen werden ja immer in den ersten Monaten des Vertrags gültig, währrend die letzten 12 Monate dann die Kosten doch noch hochtreiben.
Ansonsten hast du ja schon eine Kündigung vorgemerkt, meistens melden die sich dann mit ja nochmal mit einem besseren Angebot.
Insgesamt natürlich trotzdem frech, schon alleine wegen des zusätzlichen Aufwands und den Tausenden, die das einfach über sich ergehen lassen.
Ich hab mich so glaub gefreut, halb geweint. Ich bin erst seit einem halben Jahr bei 1&1, von daher gerade der richtige Zeitpunkt, da die Rabatte jetzt weg sind und ich den Normalpreis zahle. Aber schon wieder Verträge vergleichen ist halt nervig.
Man spart aber schon eine Menge Geld wenn man alle 2 Jahre wechselt, von daher lohnt es sich am Ende. Bei der Umstellung hatte ich bisher auch noch nie Probleme. Läuft eigentlich immer reibungslos.
Für mich gäbe es nichts besseres als früher kündigen zu können, da sich Vertragshopping dadurch nochmehr lohnt.
Jain. In weniger als einem Monat eine reibungslose (!) Umstellung organisieren macht keinen soo großen Spaß. Habe da 'ne Menge schlechte Erfahrungen gesammelt. Internet ist immer noch Neuland und so.
Also ich habe den Satz ja schon “Für mich” eingeleitet um zu zeigen, dass sich das auf meine eigenen Bedürfnisse bezieht. Wenn ich 100€ sparen kann und dafür einige Tage hakeliges Internet in Kauf nehmen muss, ist das für mich voll okay. Mir ist klar, dass das nicht für alle gilt.
Abseits davon viel Erfolg dabei deine Interessen durchzusetzen.
Gibt’s vielleicht eine Möglichkeit der Preiserhöhung formell zu widersprechen, ohne selber zu kündigen? Dann hätten die das Problem da raus zu kommen. Letztlich können solche Preisanpassungen aber auch rechtens sein, das kommt auf die Details an.
einseitiger Widerspruch per Mail führt bei Großkonzernen leider selten dazu, dass die Preiserhöhung zurückgenommen wird


