Der Hintergrund: Ein selbstständiger Informatiker verwaltete jahrelang das System mehrerer Polizeibehörden und auch der kantonalen Feuerwehr im Wallis. Der Mann soll zunehmend psychische Probleme gehabt und damit gedroht haben, sensible Daten ins Darknet zu stellen. Er wurde verhaftet. Die Gemeinden hatten demnach keinen Zugriff mehr auf die von ihm betriebene Software.
Da sind soviele WTFs drin, ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll.
Die Sicherheitsbehörden wussten demnach nicht, welche Betriebe in den vergangenen Jahren kontrolliert worden waren und welche nicht.
“Und weil wir nicht wissen, welche Betriebe in den letzten Jahren kontrolliert wurden, können wir die jährlichen Kontrollen dieses Jahr leider auch nicht durchführen.”
Ja Chef, ich hab jetzt die letzten 10 Jahre nichts gearbeitet, und jetzt weiß ich auch echt nicht mehr wo ich anfangen soll. Passt so oder?
Tja, Softwarefehler, kann man leider nichts machen…
Ich vermisse Fefe immer noch, aber er kommt bestimmt zurück. Hat sich ja im Dezember kurz gemeldet.
Also ich kann dir da ein paar gute Schwingungen zum Programmieren empfehlen …
Das ist wirklich ein schönes Beispiel für den in der IT immer wieder gerne zitierten “Bus-Faktor”. Der definiert ja wunderbar zynisch die Menge an Projektteilnehmern, die von einem Bus überfahren werden können, bevor das Projekt völlig scheitert oder die IT nicht mehr zu bedienen ist. Und wie der Fall hier zeigt, müssen das nicht nur spontane Autounfälle sein, sondern Leute können auch massive psychische Probleme bekommen, die Dinge dann richtig in den Abgrund zerren, wenn nicht direkt zu Beginn alles sauber aufgesetzt ist.
Ich hoffe einfach mal, dass die Presse sich mit dieser “Erklärung” nicht zufrieden geben wird.
Nicht nur Gastronomiebetriebe, sondern auch Schulen und eine Jugendherberge seien daher jahrelang nicht auf Brandschutzmängel geprüft worden.
“Sag mal Franz: wann waren wir eigentlich zuletzt in der XYZ Schule? Du warst doch da, oder?”
“Ich dachte, du hast dir das angeguckt?”
Die Frage ist eher: was haben die Prüfer die ganze Zeit dann gemacht?
Na ja, jetzt ist der Schuldige doch gefunden und kann durchs Dorf getrieben werden.
Beim nächsten mal ist dann die KI Schuld gewesen.
Alternativ bietet sich auch der Datenschutz an und im Zweifel wars die EU
Computerfehler? Tja, kann man nichts machen.
Was soll schon passieren, wenn wir hoheitliche Aufgaben teilprivatisieren?
Also in Deutschland muss jede Firma einen Brandschutzbeauftragten mit regelmäßigen Begehungen haben. Ich weiß nicht wie das in der Schweiz ist, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass ausbleibende staatlich Kontrollen den Unternehmer von seinen Pflichten und seiner Verantwortung befreien.
Damit ist das hier eigentlich nicht mehr als eine traurige Anekdote.







