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  • Ich schrieb in der modernen Form. Da hat sich über die Jahre viel geändert, alleine schon wegen dem Budget mit dem man die Stellen bezahlt hat. Daraus ergeben sich dann z.B. Zahlen von 1.500 FSJlern 1964 und bis zu 50.000 pro Jahr in der heutigen Zeit. Wobei die Zahl wieder rückläufig ist weil man das Budget dafür wiederfleißig kürzt.

    Dazu hat sich auch die Form verändert und die größte Veränderung war 2008. Da wurde die Altersgrenze für das FSJ von 25 auf 27 angehoben und eine pädagogische Begleitung wurde Pflicht. Dazu wurden auch die Einsatzmöglichkeiten vergrößert. Dazu wurde 2011 dann auch der BFD eingeführt.





  • Schon sachlich richtig aber es wird ganz gerne so getan (nicht von dir) als würde man gewisse Dinge quasi “nur” im Wehrdienst lernen.

    Klar kann man “deutsche Tugenden” auch beim Bund lernen wie Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Ordnung, Teamwork usw. Allerdings kann man das auch in ziemich vielen anderen Bereichen lernen. Alles Bereiche die nicht militaristisch organisiert sind bzw. dem Staat untergeben sind.

    Das Argument mit der Krisenhilfe zieht für mich auch nicht wirklich. Ich finde das eh grundsätzlich kritisch das die Bundeswehr Katastrophenhilfe leistet. Nicht weil sie es tut, weil da jede Hand hilfreich ist, sondern das wir keine anderen besseren Institutionen haben die im Ansatz ähnlich finanziert sind. Das THW besteht z.B. zu 99% aus ehrenamtlichen Helfern. Dafür muss niemand an der Waffe ausgebildet werden und letztendlich Befehle befolgen die “dem Staat” dienen und oft nicht den Menschen.

    Ich habe im Freundeskreis recht viele Leute die Soldaten waren und auch aktiv in Kampfeinsätzen waren. Dazu gehören auch Leute die beim Bund waren. Teilweise wie gesagt in Kampfeinsätzen, aber auch bei Schreibtischjobs. Nur ein Kollege der dort in der IT gearbeitet hat blickt da nicht mit Verbitterung zurück. Das übrigens alles im Kontext einer Karriere und keiner potentiellen Verteidigung der BRD. Ich bin in meinem Sozialleben grundsäzlich Pazifist, aber halt auch nur dort. Gewalt ist manchmal leider nötig um z.B. Gewalt durch Dritte zu verhindern oder zu stoppen. Deswegen muss man sich aber meiner Meinung nach halt nicht einer Staatsorganisation wie der Bundeswehr anschließen.



  • Ich wurde damals ausgemustert. Eigentlich ohne wirkliche Gründe. Mein lokales Kreiswehrersatzamt war auch bekannt das es eigentlich damals (2003) nur Leute will die sich auch tatsächlich verpflichten, über den Grundwehrdienst hinaus. Ich hatte damals geplant zu verweigern.

    Bei der Bundeswehr hat man damals zwei Dinge gelernt. Saufen und Skat spielen. Beides konnte ich schon. Mir musste auch niemand mehr erklären wie man T-Shirts faltet und sein Bett macht.

    Leider durfte ich deshalb keinen Zivildienst machen. FSJ usw, gab es in dieser Form damals nicht und ich hätte schon gerne noch 9-12 Monate was gemacht um mich auch ein wenig zu orientieren.

    Ich würde mich aber auch als junger Mensch heute nicht zur Bundeswehr gehen. Ich fühle mich keinem “Land” verpflichtet, in der Hinsicht das ich meine Gesundheit oder mein Leben dafür opfern sollte. Grundsätzlich ist es auch gegen meine Weltanschauung im Namen eines Landes oder “Volkes” anderen Menschen Gewalt anzutun.

    Im Falle das man tatsächlich sich und die Gesellschaft mit Gewalt verteidigen muss, gibt es meiner Meinung nach doch Alternativen zur Armee des Staates. Wenn es hart auf hart kommt, bin ich auch durchaus bereit Opfer zu bringen und im Notfall Gewalt anzuwenden. Allerdings halt nicht unter dem Kommando der Bundeswehr.

    Von den grundsätzlichen Punkten abgesehen, halte ich die Bundeswehr für einen Trümmerhaufen, der erstmal sein strukturelles Nazi-problem und andere Probleme in den Griff bekommen muss.