Auch noch (in Teilen) aus Gas… nur noch ein erzwungener Anschluss Brudi… ein Haus noch Brudi und der Tarif wird bezahlbar Brudi!

  • Emopunker@feddit.org
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    4 days ago

    https://www.maslaton.de/news/Befreiung-vom-Anschluss-und-Benutzungszwang-fuer-Fernwaerme-bei-Verwendung-regenerativer-Energien-grundsaetzlich-moeglich--n373 Ist zehn Jahre alt, aber schon damals haben Gerichte entschieden, dass es Ausnahmen geben sollte wenn die Alternative aus erneuerbare Energien kommt. Ich geh davon aus, dass es wenigstens nach Landesrecht Ausnahmen gibt wo man von dem Abnahmezwang befreit werden kann. Wenn nicht, klagst du das ein und hilfst bei Erfolg unzählige Leute, die in der selben Lage stecken.

  • Kornblumenratte@feddit.org
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    4 days ago

    Herzliches Beileid. Kraft-Wärmekopplung hat zwar irgendwie was systemisch Attraktives – aber nicht alle Systeme sind wirklich attraktiv.

    • Aniki@feddit.org
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      4 days ago

      Kraft-Wärmekopplung hat zwar irgendwie was systemisch Attraktives

      das dachte ich früher auch. Mittlerweile sehe ich das anders.

      Zum einen ist die Wärmeauskopplung halt nur sinnvoll wenn du sie in unmittelbarer Nähe wieder nutzt, z.B. in einer Industrieanlage die direkt neben dem Kraftwerk steht. Je weiter die Übertragungslänge und je kleiner die Durchflussmenge, desto geringer ist der Wirkungsgrad und desto teurer wird das System pro gelieferter kWh Wärme. D.h. bei Privathaushalten, wo die Menge klein und die Distanz groß ist, ist Fernwärme weniger attraktiv wie Wärme für die Industrieanlage die direkt neben dem Kraftwerk steht.

      Zum anderen stellt sich halt auch echt die Frage, wie sich das entwickeln wird, wenn die erneuerbaren weiter ausgebaut werden und Sonne dann 8 h täglich den Strom liefert. Dann läuft das Gaskraftwerk nur abends/nachts, dann hast du auch nur dann Fernwärme. Was tust du den restlichen Tag? Alles zu kompliziert, mmn.

      • Kornblumenratte@feddit.org
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        3 days ago

        aber nicht alle Systeme sind wirklich attraktiv.

        Fernwärme hat jede Menge praktische Nachteile.

        Kraft-Wärme-Kopplung heißt aber nicht nur Fernwärme - vor Jahr(zehnt?)en gab’s mal das Projekt, die Hausthermen auch zur Stromerzeugung zu nutzen. Haben die Stromkonzerne natürlich im Keim erstickt. CO2-mäßig wäre das natürlich auch nicht die Lösung gewesen, aber aus damaliger Sicht zumindest besser als das was wir hatten.

    • ComfortableRaspberry@feddit.orgOP
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      4 days ago

      Wenn der Preis wenigstens ansatzweise mit den anderen Optionen vergleichbar wäre… und wenn du dir dann die aktuellen Gasreserven anschaust. Warum?!

      • phneutral@feddit.org
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        4 days ago

        In einigen Städten werden jetzt schon Großwärmepumpen für die Fernwärme gebaut. Es kann sich bei Dir also nur noch um Jahrzehnte handeln.

      • Aniki@feddit.org
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        4 days ago

        https://de.wikipedia.org/wiki/Kraft-Wärme-Kopplung

        Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) (in Deutschland und Österreich) bzw. Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) (in der Schweiz) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie und nutzbarer Wärme, die in einem gemeinsamen thermodynamischen Prozess entstehen. Die mechanische Energie wird in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt. Wird die Wärme für Heizzwecke als Nah- oder Fernwärme oder für Produktionsprozesse als Prozesswärme genutzt, z. B. in der chemischen Industrie, spricht man von einem Industriekraftwerk. Wird die Wärme, wie in den meisten Fällen, für die Heizung öffentlicher und privater Gebäude bereitgestellt, spricht man von einem Heizkraftwerk.

  • HansGruber@sh.itjust.works
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    4 days ago

    Abnahmezwang kann ich mir vorstellen dass ein Sanitär Jürgen seinen Stempel setzen muss oder? Beim Rest erschließt sich mir der Zusammenhang so gar nicht, was muss man bei einer Wärmepumpe ins Grundbuch eintragen? Und fern ist die Wärme auch nicht sondern eher sehr nah …

    • ComfortableRaspberry@feddit.orgOP
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      4 days ago

      Die Gemeinde hat eine Dienstbarkeit ins Grundbuch geschrieben. Diese Dienstbarkeit verpflichtet dazu, das auf den Grundstück stehende Gebäude ausschließlich über Fernwärme mit Heizung und warmen Wasser zu versorgen (Abnahmezwang).

      Ich darf keine Wärmepumpe für mein Haus benutzen, weil die Gemeinde will, dass ich Fernwärme nutze. Für diese gibt es hier nur einen Anbieter der nicht nur teuer ist, sondern unter anderem belastetes Abfallholz verbrennt und Gas nutzt, um die Wärme zu erzeugen.

      • renormalizer@feddit.org
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        4 days ago

        “Herr Inspektor, das ist eindeutig eine Klimaanlage. Die verwende ich, um das Haus und das Trinkwasser im Sommer zu kühlen.”

        Ist ja an sich okay, wenn die Gemeinde ein Fernwärmenetz aufbauen will. Aber dann sollte der Anbieter zu Transparenz gezwungen werden und irgendeiner Art von Kontrolle unterliegen. Und das ganze muss mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sonst bringt das ja auch nichts (außer es ist Restwärme, die irgendwo sowieso anfällt).

      • Darukhnarn@feddit.org
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        4 days ago

        Und welchem Schwager vom Bürgermeister gehört der Bums? Das ist doch sicher irgendwie anfechtbar. Planfestgestellt wird das ja hoffentlich nicht sein…

        • ComfortableRaspberry@feddit.orgOP
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          4 days ago

          Der Zwang wird durch die Bundesländer ermöglicht (hier ausführlicher erklärt).

          ZLNG: das Netzwerk zu bauen ist erst Mal teuer, deshalb werden die Leute dazu verdonnert das zu nutzen. Je mehr Leute da dran hängen, umso besser. Das führt aber eben auch zu Monopolstellungen einzelner Anbieter, und deshalb kann man sich weder Tarif noch Art der Energiegewinnung aussuchen.

          • Darukhnarn@feddit.org
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            4 days ago

            Aus meiner praktischen Erfahrung heraus: das Erlassen von Verordnungen hat bei den meisten Wald- und Feldgemeinden Lieschen Müller zu verantworten, die darin seit Jahren nicht oder noch nie geschult wurde. Die kommunale Rechtsaufsicht drückt da ganz gerne mal ein Auge zu. Wenn es dich hart stört, lass da nen Fachanwalt drüber schauen. In der Nachbargemeinde wurde letztes bspw. Jahr ca. 3(?) Mal die Grünschnittverordnung wegen grober Fehler ausgesetzt.

            Schwieriger wird es, wenn sie den Zwang direkt aus dem Gesetz herleiten oder er in den BPlan geschrieben ist. Im ersten Fall hilft wahrscheinlich nur der Gang vor Gericht, im zweiten musst du prüfen ob du antragsberechtigt bist eine Änderung des BPlans und wahrscheinlich auch des FNPs zu fordern. Dann bräuchtest du auch noch die Mehrheit im Gemeinderat.

            Alternative: wenn der Zugang noch nicht gelegt wurde, setze eine Anhang IV Art nach FFH-RL im direkten Eingriffsbereich aus, stelle sicher, dass diese hochgradig immobil ist (Eremit, div. Moose, etc.), lass von einem Gutachter das Ganze dokumentieren, stoppe jeglichen Bau zum Schutz der Art, lege dar, warum CEF-Maßnahmen unzumutbar sind und schlage als Vermeidungsmaßnahme den Bau einer alternativen Wärmequelle vor. Kostet halt richtig Kohle, ist in Teilen illegal und ob du dann Spaß mit der Flöche hast sei auch dahingestellt.