Trotz medizinischen Fortschritts sind etwa 20 Prozent der Operierten mit ihrer Knieprothese unzufrieden. Das liegt offenbar an der bislang üblichen Korrektur der Beinachse. Nun beginnt ein Umdenken. Von Birgit Augustin.
Wie viele psychologische Gutachten müssen Leute eigentlich machen, bevor sie zur Knie-OP zugelassen werden? Wenn man sich ansieht wie unfassbar viel höher da die Rate derer ist die es bereuen und wie viel da bei Transpersonen nötig ist, stellt sich mir da schon die Frage warum man da Leute nicht ohne wenigstens 40 unabhängigen psychiatrischen Gutachten die alle Bescheinigen, dass die Person es wirklich will überhaupt zulässt…
Ich sags mal so: Kaputte Knie sind easy zu diagnostizieren: Nix Knorpel + Aua = Kaputt (gerne natürlich ergänzt durch bildgebende Verfahren).
Der ganze Thema Transpersonen ist da schon… komplexer und es ist deutlich schwieriger eine eindeutige medizinische Notwendigkeit festzustellen. Nicht trans, aber vielleicht eher vergleichbar als kaputte Knie: Eine gute Freundin von mir hat sich vor vielen Jahren die Brüste verkleinern lassen da ihre Oberweite zu vielen, vielen Problemen geführt hat. Hier mussten dann auch Gutachten erstellt werden um den Schaden nachzuweisen.
Ich finde diese Argumentation schwierig, weil sie zugrundelegt, dass es (nennenswert viele) Fälle gibt, in denen geschlechtsangleichende Eingriffe “aus Spaß” angestrebt werden.
Und der ursprüngliche Punkt ist ja unabhängig davon trotzdem valide: wesentlich mehr Menschen bereuen eine Knie-OP.
Hmmm… “aus Spaß” würde ich jetzt nicht behaupten, ich könnte mir -als Laie- durchaus vorstellen, dass es (genügend?) ähnliche physische oder psychische Krankheiten / Störungen / Anomalien gibt die eine vergleichbare Körperdysphorie auslösen aber möglicherweise mit milderen Möglichkeiten behandelbar wären.
Beim Knie ist das ähnlich: Da wird in der Regel auch erst versucht mit milderen Mitteln (Sport, Orthesen…) das Leid zu mildern / zu beseitigen bevor es unters Messer geht.
Es gibt ja ohnehin quasi keine nennenswerte Anzahl an geschlechtsangleichenden Operationen.
Das dann mehr Menschen eine leichter zugängliche OP bereuen ist ja keine Überraschung.
Und es geht weniger um “geschlechtsangleichende OP aus Spaß” und mehr darum, dass vor der OP sicher gestellt wird, dass der Patient tatsächlich eine Geschlechtsangleichende OP braucht und nicht auf Grund anderer Faktoren dysphorisch ist.
Und aus der eigenen Karriere kann ich durchaus falle benennen von Patienten die eine geschlechtsangleichende OP bekommen haben obwohl diese sich im Nachhinein als Fehler herausgestellt hat. Das ist natürlich nicht generell ein Problem, aber es ist halt eine Operation mit unglaublichen Folgen für das gesamte restliche Leben
Wie viele psychologische Gutachten müssen Leute eigentlich machen, bevor sie zur Knie-OP zugelassen werden? Wenn man sich ansieht wie unfassbar viel höher da die Rate derer ist die es bereuen und wie viel da bei Transpersonen nötig ist, stellt sich mir da schon die Frage warum man da Leute nicht ohne wenigstens 40 unabhängigen psychiatrischen Gutachten die alle Bescheinigen, dass die Person es wirklich will überhaupt zulässt…
Ich sags mal so: Kaputte Knie sind easy zu diagnostizieren: Nix Knorpel + Aua = Kaputt (gerne natürlich ergänzt durch bildgebende Verfahren).
Der ganze Thema Transpersonen ist da schon… komplexer und es ist deutlich schwieriger eine eindeutige medizinische Notwendigkeit festzustellen. Nicht trans, aber vielleicht eher vergleichbar als kaputte Knie: Eine gute Freundin von mir hat sich vor vielen Jahren die Brüste verkleinern lassen da ihre Oberweite zu vielen, vielen Problemen geführt hat. Hier mussten dann auch Gutachten erstellt werden um den Schaden nachzuweisen.
Ich finde diese Argumentation schwierig, weil sie zugrundelegt, dass es (nennenswert viele) Fälle gibt, in denen geschlechtsangleichende Eingriffe “aus Spaß” angestrebt werden.
Und der ursprüngliche Punkt ist ja unabhängig davon trotzdem valide: wesentlich mehr Menschen bereuen eine Knie-OP.
Hmmm… “aus Spaß” würde ich jetzt nicht behaupten, ich könnte mir -als Laie- durchaus vorstellen, dass es (genügend?) ähnliche physische oder psychische Krankheiten / Störungen / Anomalien gibt die eine vergleichbare Körperdysphorie auslösen aber möglicherweise mit milderen Möglichkeiten behandelbar wären.
Beim Knie ist das ähnlich: Da wird in der Regel auch erst versucht mit milderen Mitteln (Sport, Orthesen…) das Leid zu mildern / zu beseitigen bevor es unters Messer geht.
Es gibt ja ohnehin quasi keine nennenswerte Anzahl an geschlechtsangleichenden Operationen. Das dann mehr Menschen eine leichter zugängliche OP bereuen ist ja keine Überraschung.
Und es geht weniger um “geschlechtsangleichende OP aus Spaß” und mehr darum, dass vor der OP sicher gestellt wird, dass der Patient tatsächlich eine Geschlechtsangleichende OP braucht und nicht auf Grund anderer Faktoren dysphorisch ist. Und aus der eigenen Karriere kann ich durchaus falle benennen von Patienten die eine geschlechtsangleichende OP bekommen haben obwohl diese sich im Nachhinein als Fehler herausgestellt hat. Das ist natürlich nicht generell ein Problem, aber es ist halt eine Operation mit unglaublichen Folgen für das gesamte restliche Leben