Erwerbstätige haben nach einer Auswertung der größten deutschen Krankenkasse TK im vergangenen Jahr so viele Arzneimittel verschrieben bekommen wie noch nie. Insgesamt lösten die bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten 6,2 Millionen Erwerbspersonen Rezepte für mehr als 34 Millionen Präparate ein, wie die Auswertung zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
Am häufigsten wurden demnach Herz-Kreislauf-Medikamente verordnet, wie zum Beispiel Blutdrucksenker. Laut TK steigen die verordneten Dosen hier seit 25 Jahren kontinuierlich an. Dabei bekommen Männer fast doppelt so viele Herzmedikamente verschrieben wie Frauen.
Es folgen Präparate gegen Magen-/Darmbeschwerden und Sodbrennen sowie Mittel für das Nervensystem, wie zum Beispiel Antidepressiva, wie die Daten der in Hamburg ansässigen Krankenkasse zeigen.
Anstieg um 2,6 Prozent
Insgesamt wurden mehr als 2.000 Tagesdosen abgerechnet, also im Durchschnitt pro Tag gegen bestimmte Krankheiten verordnete Dosen. Das waren im Schnitt 292 Tagesdosen pro Erwerbsperson. Laut der Erhebung ist damit der Umfang der Verordnungen gegenüber dem Vorjahr um rund 2,6 Prozent gestiegen.
Laut der Auswertung wurden die meisten Medikamente in Sachsen-Anhalt (329 Tagesdosen) und dem Saarland (328 Tagesdosen) verordnet, TK-Erwerbstätige in Baden-Württemberg bekamen mit 257 die wenigsten Tagesdosen.
Für die Auswertung hat die TK die Arzneimittelverordnungen ihrer aktuell rund 6,2 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitglieder betrachtet, also der sogenannten Erwerbspersonen.
Arbeitende Bevölkerung überaltert. Bekommt mehr Medikamente. Und nun?
Von Wasser wird man nass.
Und was bedeutet das eigentlich jetzt für Hessen?
Die DACH Leistungsgesellschaft war schon immer gepusht, anderenorts auch. It’s all fake. Always has been. But at what cost?
Titel durch die Friedrich-Merz-Brille gelesen:
Faulenzer belasten Gesundheitssystem an freien Tagen mehr als angewiesen
“Das waren im Schnitt 292 Tagesdosen pro Erwerbsperson”. Whoooot?? Ist der Autor im Lack ersoffen oder was?
Ich vermute, damit sind die Tagesdosen pro Jahr gemeint, da der Wert mit dem Vorjahr verglichen wird. Ist aber echt ein bisschen komisch formuliert. Kommt vermutlich schon so von der DPA, der BR hat die Formulierung auch einfach so übernommen. :D
Ja, das fiel mir auch auf
Alleine der aktuelle Wegovy-Boom dürfte dafür sorgen.
Weniger Fette ist doch toll, für sie selber und für alle anderen
außerdem möglich, dass dadurch weniger Bluthochdruck Senker verschieben werden müssen. Der sinkt nämlich auch mit jedem Kilo weniger. Ursachenbekämpfung ist immer besser für die Allgemeinheit aber Symptombekämpfung ist besser für die Pharmakonzerne.




