Außerdem soll ein Teil der praktischen Fahrausbildung auch durch Laien möglich werden. Das Eckpunktepapier spricht von “Personen mit einem besonderen Naheverhältnis zum Bewerber”, zum Beispiel durch die Eltern. Die Laienausbildung nach dem österreichischen Modell wird also ermöglicht.
Kann das mal ein User aus Österreich einordnen? Läuft das bei euch gut? Würd mich echt interessieren, weil ich gar nicht wusste dass da so etwas möglich ist.
Ich bin in der Schweiz aufgewachsen und da war das (zumindest damals) auch möglich. Habe die Theorieprüfung gemacht und konnte im Anschluss (noch vor Fahrstunden und dann auch begleitend dazu) mit meinem Vater das Fahren üben. Das hat bei uns gut geklappt und auch dazu beigetragen, dass ich nicht allzu viele Fahrstunden machen musste.
Das war glaube ich keine Anforderung als ich das hier vor ein paar Jahren in Schweden gemacht habe.
Es war schon etwas gruselig manchmal. Aber man braucht halt ein Schild, am besten auf dem Dach. Dann wissen alle drumrum, dass man lieber etwas vorsichtig ist.
Uns ist nichts passiert. Da das Ziel hier in Schweden 0 Todesfälle im Verkehr ist, würde es dieses Programm gar nicht geben, wenn es wirklich gefährlich wäre. Aber dementsprechend ist hier halt auch 40 in der Stadt und nicht 50. Oftmals sogar nur 30. Mehr Kreisverkehre.
Aber dementsprechend ist hier halt auch 40 in der Stadt und nicht 50. Oftmals sogar nur 30. Mehr Kreisverkehre.
Dazu kommt, dass Schweden seit einigen Jahren die Geschwindigkeitslimits anpasst: innerorts, wie Du bereits erwähnt hast, 40 km/h statt 50 km/h, außerorts 80 km/h statt 90 km/h auf Straßen ohne bauliche Trennung und dafür 100 km/h statt 90 km/h auf solchen mit (auf Autobahnen (motorvägar) i.d.R. 110 km/h und nur ganz manchmal 120 km/h). Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer an neuralgischen Punkten, z.B. Bushaltestellen.
Klar, man übergibt der Begleitperson damit natürlich eine Menge Verantwortung. Ich weiß nicht, wie das rechtlich geregelt ist; bestimmt kann man da als Begleitperson auch belangt werden, wenn fahrlässig gehandelt wird. Wir haben halt erstmal am Feld angefangen und uns dann nach und nach auf schwierigere Straßen getraut.
In Schweden ist die Begleitperson diejenige die haftet. Das ist ja die Person mit der Fahrerlaubnis. Dann überlegt man es sich halt dreimal, ob das Schülerx denn schon reif genug ist, und was man so für Ratschläge gibt.
Ich war in Deutschland mehrmals auf einem Verkehrsübungsplatz, bevor ich mit dem Führerschein angefangen habe. Dort hatte mir meine Mutter dann schon mal gezeigt, wie die Kupplung funktioniert, wie man mit Handbremse am Berg anfährt, rückwärts einparkt usw. Fand das extrem hilfreich und ich konnte mit dem Fahrlehrer dann sofort richtig loslegen, während meine Mitschüler damals erstmal zwei Fahrstunden nur lenken durften ohne Gas, Schalten und Bremsen (fand ich einen sehr merkwürdigen Lehransatz btw.).
Finde solche Verkehrsübungsplätze auch generell einen guten Kompromiss zum üben, ohne Menschen im normalen Straßenverkehr zu gefährden.
Kann das mal ein User aus Österreich einordnen? Läuft das bei euch gut? Würd mich echt interessieren, weil ich gar nicht wusste dass da so etwas möglich ist.
Ich bin in der Schweiz aufgewachsen und da war das (zumindest damals) auch möglich. Habe die Theorieprüfung gemacht und konnte im Anschluss (noch vor Fahrstunden und dann auch begleitend dazu) mit meinem Vater das Fahren üben. Das hat bei uns gut geklappt und auch dazu beigetragen, dass ich nicht allzu viele Fahrstunden machen musste.
Ohne Bremsen des Beifahrers? Hört sich unsicher an.
Nee, das Auto muss eine vom Beifahrer erreichbare Handbremse haben. Deswegen durften wir auch nicht mit dem Militärjeep Fahrstunden machen.
Das war glaube ich keine Anforderung als ich das hier vor ein paar Jahren in Schweden gemacht habe.
Es war schon etwas gruselig manchmal. Aber man braucht halt ein Schild, am besten auf dem Dach. Dann wissen alle drumrum, dass man lieber etwas vorsichtig ist.
Uns ist nichts passiert. Da das Ziel hier in Schweden 0 Todesfälle im Verkehr ist, würde es dieses Programm gar nicht geben, wenn es wirklich gefährlich wäre. Aber dementsprechend ist hier halt auch 40 in der Stadt und nicht 50. Oftmals sogar nur 30. Mehr Kreisverkehre.
Dazu kommt, dass Schweden seit einigen Jahren die Geschwindigkeitslimits anpasst: innerorts, wie Du bereits erwähnt hast, 40 km/h statt 50 km/h, außerorts 80 km/h statt 90 km/h auf Straßen ohne bauliche Trennung und dafür 100 km/h statt 90 km/h auf solchen mit (auf Autobahnen (motorvägar) i.d.R. 110 km/h und nur ganz manchmal 120 km/h). Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer an neuralgischen Punkten, z.B. Bushaltestellen.
Danke. Das ergibt Sinn. Viel Spaß beim an der Ampel abwürgen. :)
Klar, man übergibt der Begleitperson damit natürlich eine Menge Verantwortung. Ich weiß nicht, wie das rechtlich geregelt ist; bestimmt kann man da als Begleitperson auch belangt werden, wenn fahrlässig gehandelt wird. Wir haben halt erstmal am Feld angefangen und uns dann nach und nach auf schwierigere Straßen getraut.
In Schweden ist die Begleitperson diejenige die haftet. Das ist ja die Person mit der Fahrerlaubnis. Dann überlegt man es sich halt dreimal, ob das Schülerx denn schon reif genug ist, und was man so für Ratschläge gibt.
Das ist bei uns schon seit sehr langer Zeit so. Ich selbst hab meinen Führerschein nicht auf diese Weise gemacht, deshalb kann ich nicht besonders viel dazu sagen, wie es läuft, aber hier findest du Informationen darüber: https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/persoenliche_dokumente_und_bestaetigungen/fuehrerschein/1/6
Ich war in Deutschland mehrmals auf einem Verkehrsübungsplatz, bevor ich mit dem Führerschein angefangen habe. Dort hatte mir meine Mutter dann schon mal gezeigt, wie die Kupplung funktioniert, wie man mit Handbremse am Berg anfährt, rückwärts einparkt usw. Fand das extrem hilfreich und ich konnte mit dem Fahrlehrer dann sofort richtig loslegen, während meine Mitschüler damals erstmal zwei Fahrstunden nur lenken durften ohne Gas, Schalten und Bremsen (fand ich einen sehr merkwürdigen Lehransatz btw.).
Finde solche Verkehrsübungsplätze auch generell einen guten Kompromiss zum üben, ohne Menschen im normalen Straßenverkehr zu gefährden.