• raspberriesareyummy@lemmy.world
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    1 day ago

    Ich glaube das Problem ist eher die Auslegung des Grundgesetzes. Und mit Abschaffung der Wehrpflicht habe ich schon den Eindruck, dass die Bundeswehr gewaltig nach rechts gedriftet ist, weil eben unter den Freiwilligen mehr solche Typen sind, die rechtem Gedankengut und Waffen gegenüber offener eingestellt sind.

    Von daher - eine Wiedereinführung der Wehrpflicht wäre nicht nur schlecht. Es ist allerdings weiterhin ein Armutszeugnis, dass die Menschen sich immer noch gegenseitig die Köpfe einschlagen auf dieser lächlich kleinen Kugel im Universum.

    • HieroProtagonist@lemmy.ml
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      1 day ago

      Politisch eher rechts zu stehen ist nichts problematisches - ich würde mich selbst dort verorten - etwas GANZ anderes ist es die FDGO abschaffen oder untergraben zu wollen wie es die AfD anstrebt.

      Was die Wiedereinführung der Wehrpflicht angeht, das sehe ich genauso.

      • raspberriesareyummy@lemmy.world
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        1 day ago

        Politisch eher rechts zu stehen ist nichts problematisches - ich würde mich selbst dort verorten - etwas GANZ anderes ist es die FDGO abschaffen oder untergraben zu wollen wie es die AfD anstrebt.

        Während es einen qualitativen Unterschied zu den Asozialen gegen Deutschland gibt, doch, “politisch eher rechts zu stehen” ist absolute problematisch, für alle Menschen, die darunter zu leiden haben. Ich mag die Begrifflichkeiten rechts/links nicht, zumal selbsternannte Linke gerne mal am rechten Ende des Hufeisens wieder auftauchen.

        Lass mich also von

        1. “ich möchte, dass es möglichst wenig Leid in der Welt gibt” = empathisch und
        2. “ich möchte dass es mir und den Meinen gut geht und nehme dafür das Leid anderer Wesen mindestens billigend in Kauf” = egoistisch sprechen.

        Und ich sehe eine sehr sehr große Schnittmenge von “politisch eher rechts” und 2)

        Natürlich gibt es auch bei “politisch links” solche Soziopathen, und genau darum mag ich es nicht, die Begriffe rechts/links zu verwenden. Aber die lange Beschreibung ist in der täglichen Sprache eher holprig. Darum sei gesagt, eine Sahra Wagenknecht z.B. sehe ich ganz eindeutig bei 2), also nicht “links” - schon viel länger als das BSW ein Thema war.

        Wer sich selbst mehr wünscht zu Lasten anderer Menschen, den sehe ich als sehr problematisch. Und bei den deutschen Konservativen Parteien sehe ich im Bestfall(!) eine kognitive Dissonanz bei der man sich einredet, dass man sich um den eigenen Wohlstand kümmert ohne damit jemandem zu schaden.

        Die größte konservative Lüge ist die von Chancengleichheit.

        • HieroProtagonist@lemmy.ml
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          1 day ago

          Meine Positionen sind:

          • Der Kapitalismus hat über die letzten ~80 Jahre unglaublich viele Menschen aus der Armut befreit
          • Der Staat hat die Aufgabe die negativsten Seiten des Kapitalismus einzuhegen, soviel Staat wie nötig, so wenig wie möglich. Priorität auf Monopolverhinderung und Wettbewerbsstärkung.
          • Zuwanderung sollte reguliert sein, Zuwanderer haben sich der Mehrheitsgesellschaft anzupassen, Bildung von Parallelgesellschaften sollte verhindert werden.
          • Bekämpfung von Fluchtursachen (durch freieren Marktzugang, Freihandelszonen, humanitäre und zur Not militärische Einsätze)
          • Asyl ist nicht immigration
          • Was die ganze Gender / Quer / Culture War Geschichte angeht: Es gibt nichts was mich weniger interessiert als was zwischen den Beinen oder im Bett von anderen Menschen vorgeht, macht was ihr wollt so lange es keine Kinder betrifft.
          • Definitiv gegen Abtreibung
          • LH0ezVT@sh.itjust.works
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            13 hours ago

            Interessante Punkte, danke fürs Aufschlüsseln. Die würde ich jetzt aber nicht unbedingt alle rechts sehen, im Gegenteil.

            Punkt 1 und 2 nannten sich mal “soziale Marktwirtschaft” und ja, das war sogar mal eine CDU-Position. Damals gab es aber quch noch eine Vermögenssteuer, einen echten Sozialstaat usw… leider haben eigentlich alle Regierungen seit den 90ern, egal welcher Farbe, kräftig gekürzt und “modernisiert”, sodass da von nicht mehr so viel über ist. “Vermögenssteuer wie zur Zeiten unserer Eltern” ist paradoxerweise eine weit linke Position geworden, statt einer konservativen. Find ich auch doof.

            Bekämpfung von Fluchtursachen kostet halt Geld, und würde die heilige Wirtschaft nerven. Siehe Lieferkettengesetz. Anscheinend ist es kontrovers, wenn Firmen aufpassen sollen, keine Sklavenarbeit (auch indirekt) zu benutzen. Und leider sind die “rechten” Parteien meistens die, die Entwicklungshilfe kürzen wollen.

            Asyl ist nicht Immigration, aber wenn jemand aus einer Gegend flieht, in der diese Person verfolgt und mit Folter und so Kram bedroht wird, und die Lage da absehbar nicht besser wird, was ist machen wir dann mit denen? Meiner Meinung nach sollte, wer eh schon hier ist, auch die Chance haben, hier was Sinnvolles zu tun. Sprich, Zugang zu Weiterbildung, Integrationskursen, Arbeitsmarkt usw. Menschen brauchen Sozialkontakte und “was zu tun”, und am Ende des Tages ist das doch schon eine halbe Immigration. Ich kenn durchaus auch wen, der wegen Assad aus Syrien geflohen ist, und nie hier bleiben wollte. Hab den Kontakt verloren, aber ich kann mir vorstellen, dass der auch wieder zurück ist oder zumindest überlegt. Aber jemand zB. aus Sudan, in dem seit gefühlt schon immer Bürgerkrieg herrscht?

            Das Problem mit dem “Leben und leben lassen” ist, dass genau das leider nicht die Position von vielen so genannten “Rechten” ist. “Macht doch alle, was ihr wollt, mit wem ihr wollt, so lange alle Beteiligten mündig und freiwillig dabei sind” findet man m.E.n. eher links der Mitte.

            Abtreibung… ich glaub, hier kommen wir einfach nicht zusammen. Die einzige Begründung, die mir zu deiner Position einfiele, wäre religiös, stimmt das?

            • HieroProtagonist@lemmy.ml
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              11 hours ago

              Interessante Punkte, danke fürs Aufschlüsseln. Die würde ich jetzt aber nicht unbedingt alle rechts sehen, im Gegenteil.

              Ich schrub ja auch, ich würde mich “eher rechts” im politischen Spektrum sehen, nicht absolut rechts

              Punkt 1 und 2 nannten sich mal “soziale Marktwirtschaft” und ja, das war sogar mal eine CDU-Position.

              Es gibt noch genügend Menschen in der CDU (vor allem auf Kommunal- und Landesebene) die immer noch diese Position vertreten. Leider ist es ein Kampf gegen eine befestigte Stellung auf einem steilen Hügel diese Position wieder parteiintern populärer zu machen. Die “Chefetage” ist leider schon viel zu lange durch den neoliberalen Flügel besetzt.

              Gerade was die Bekämpfung der Fluchtursachen angeht sehe ich die Positionen von AfD (und leider auch vielen der oberen CxU Etagen) als komplett behämmert an: Wenn ich keine Asylsuchenden und wenig / keine irreguläre Migration haben will muss ich doch dafür sorgen, dass die Menschen in erster Linie keinen Grund haben zu flüchten. Wenn es vor Ort die Möglichkeit gibt sich ein Leben aufzubauen und Aufstiegschancen bestehen - warum dann eine teure, riskante und strapaziöse Reise nach Europa auf sich nehmen?

              Es wird halt immer Einzelfälle geben die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, dafür muss es dann eben auch Mittel und Wege geben diese Personen nicht in einem endlosen Limbo landen zu lassen. Wenn wir hier aber über eine große Gruppe von Menschen reden können diese “Mittel und Wege” nach meiner Meinung durchaus auch aus einem Interventionseinsatz in deren Heimatland bestehen um eben wortwörtlich die Fluchtursachen zu “bekämpfen”.

              Was das Thema Abtreibung angeht: Ich habe mich damit aus Gründen beschäftigt und bin einfach - ohne besonderen religiösen Einfluss - für mich zum Schluss gekommen, dass es keinen moralischen Grund geben kann eine Abtreibung durchzuführen. Sogar im Extremfall, in dem die Fortführung der Schwangerschaft zum Tod der Mutter führen würde sehe ich das ganze so, dass den Tod einer Person durch Unterlassung einer Handlung nicht abzuwenden weniger unmoralisch ist als den Tod durch direktes Handeln herbeizuführen.

            • HieroProtagonist@lemmy.ml
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              1 day ago

              Ich sehe in meinen Moralvorstellungen kein Szenario in der die Beendigung einer Schwangerschaft gerechtfertigt wäre.

              • HansGruber@sh.itjust.works
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                12 hours ago

                Szenarien:

                1. Die Frau wurde vergewaltigt
                2. Die Schwangerschaft oder Geburt hat über 50% Sterblichkeitsrate für die Frau.
                3. Das Kind hat Trisometrie 13 und wird wenn es die Schwangerschaft überlebt aller Wahrscheinlichkeit keine 10 Jahre alt werden. Sondern vorher an Herzversagen oder Lungenentzündung sterben.

                Und da ist jetzt keins für dich dabei wo du sagen würdest: bevor das Szenario mehr leid verursacht wählt man das kleinere Übel. ?

                Mich würde deine Argumentation für deine Position interessieren. Warum eine Frau oder ein Paar nicht selbst über den Körper und ihr Leben bestimmen darf.

                • HieroProtagonist@lemmy.ml
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                  11 hours ago

                  Die Frau wurde vergewaltigt

                  Wiegt ein Unrecht ein anderes auf? Wenn die Frau das Kind nicht aufziehen möchte kann sie es nach der Geburt zur Adoption freigeben. Hier würde ich eher auf bessere psychologische Betreuung und Unterstützung setzen.

                  Die Schwangerschaft oder Geburt hat über 50% Sterblichkeitsrate für die Frau.

                  Wie ich gerade auch in einer anderen Antwort geschrieben habe sehe ich es so: Nach meiner persönlichen Ansicht ist es weniger unmoralisch einen (möglichen) Tod durch Unterlassung einer Handlung nicht zu verhindern als einen Tod durch eine direkte Handlung herbeizuführen. Wir behandeln unterlassene Hilfeleistung ja auch aus guten Gründen anders als Mord.

                  Das Kind hat Trisometrie 13 und wird wenn es die Schwangerschaft überlebt aller Wahrscheinlichkeit keine 10 Jahre alt werden. Sondern vorher an Herzversagen oder Lungenentzündung sterben.

                  Was gibt einem das Recht einem das Recht dem Kind diese Jahre zu verwehren? Und was wenn es innerhalb dieser Zeitspanne medizinische Entwicklungen gibt (Gentherapie, Nanotechnik… such dir was aus) die ein weiteres Überleben sichern?

              • raspberriesareyummy@lemmy.world
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                23 hours ago

                Wollte Dir eigentlich Deine reaktionären Positionen einzeln auseinandernehmen, aber Du hast Dich gerade leider vollständig in Gruppe 2) einsortiert. Null Empathie, “I got mine, fuck you”-Einstellung.

                Ich hoffe, dass Du in Deinem Leben noch Empathie lernst.

                • HieroProtagonist@lemmy.ml
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                  15 hours ago

                  Und ich hoffe, du lernst in deinem Leben noch das es keine gute Idee ist Menschen zu schnell in Schubladen zu stecken.

              • kuro@piefed.social
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                24 hours ago

                Finde ich eine sehr krasse Einstellung. Aber es ist deine Moral, da kann man dir nicht reinreden.

                Man könnte sich aber zumindest gesundheitliche Bedingungen vorstellen die so etwas rechtfertigen.

                ich persönlich kann mir eine Menge Gründe ausmalen, aber wie schon gesagt, es ist deine Moral.