Interessante Punkte, danke fürs Aufschlüsseln. Die würde ich jetzt aber nicht unbedingt alle rechts sehen, im Gegenteil.
Punkt 1 und 2 nannten sich mal “soziale Marktwirtschaft” und ja, das war sogar mal eine CDU-Position. Damals gab es aber quch noch eine Vermögenssteuer, einen echten Sozialstaat usw… leider haben eigentlich alle Regierungen seit den 90ern, egal welcher Farbe, kräftig gekürzt und “modernisiert”, sodass da von nicht mehr so viel über ist. “Vermögenssteuer wie zur Zeiten unserer Eltern” ist paradoxerweise eine weit linke Position geworden, statt einer konservativen. Find ich auch doof.
Bekämpfung von Fluchtursachen kostet halt Geld, und würde die heilige Wirtschaft nerven. Siehe Lieferkettengesetz. Anscheinend ist es kontrovers, wenn Firmen aufpassen sollen, keine Sklavenarbeit (auch indirekt) zu benutzen. Und leider sind die “rechten” Parteien meistens die, die Entwicklungshilfe kürzen wollen.
Asyl ist nicht Immigration, aber wenn jemand aus einer Gegend flieht, in der diese Person verfolgt und mit Folter und so Kram bedroht wird, und die Lage da absehbar nicht besser wird, was ist machen wir dann mit denen? Meiner Meinung nach sollte, wer eh schon hier ist, auch die Chance haben, hier was Sinnvolles zu tun. Sprich, Zugang zu Weiterbildung, Integrationskursen, Arbeitsmarkt usw. Menschen brauchen Sozialkontakte und “was zu tun”, und am Ende des Tages ist das doch schon eine halbe Immigration. Ich kenn durchaus auch wen, der wegen Assad aus Syrien geflohen ist, und nie hier bleiben wollte. Hab den Kontakt verloren, aber ich kann mir vorstellen, dass der auch wieder zurück ist oder zumindest überlegt. Aber jemand zB. aus Sudan, in dem seit gefühlt schon immer Bürgerkrieg herrscht?
Das Problem mit dem “Leben und leben lassen” ist, dass genau das leider nicht die Position von vielen so genannten “Rechten” ist. “Macht doch alle, was ihr wollt, mit wem ihr wollt, so lange alle Beteiligten mündig und freiwillig dabei sind” findet man m.E.n. eher links der Mitte.
Abtreibung… ich glaub, hier kommen wir einfach nicht zusammen. Die einzige Begründung, die mir zu deiner Position einfiele, wäre religiös, stimmt das?
Interessante Punkte, danke fürs Aufschlüsseln. Die würde ich jetzt aber nicht unbedingt alle rechts sehen, im Gegenteil.
Ich schrub ja auch, ich würde mich “eher rechts” im politischen Spektrum sehen, nicht absolut rechts
Punkt 1 und 2 nannten sich mal “soziale Marktwirtschaft” und ja, das war sogar mal eine CDU-Position.
Es gibt noch genügend Menschen in der CDU (vor allem auf Kommunal- und Landesebene) die immer noch diese Position vertreten. Leider ist es ein Kampf gegen eine befestigte Stellung auf einem steilen Hügel diese Position wieder parteiintern populärer zu machen. Die “Chefetage” ist leider schon viel zu lange durch den neoliberalen Flügel besetzt.
Gerade was die Bekämpfung der Fluchtursachen angeht sehe ich die Positionen von AfD (und leider auch vielen der oberen CxU Etagen) als komplett behämmert an: Wenn ich keine Asylsuchenden und wenig / keine irreguläre Migration haben will muss ich doch dafür sorgen, dass die Menschen in erster Linie keinen Grund haben zu flüchten. Wenn es vor Ort die Möglichkeit gibt sich ein Leben aufzubauen und Aufstiegschancen bestehen - warum dann eine teure, riskante und strapaziöse Reise nach Europa auf sich nehmen?
Es wird halt immer Einzelfälle geben die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, dafür muss es dann eben auch Mittel und Wege geben diese Personen nicht in einem endlosen Limbo landen zu lassen. Wenn wir hier aber über eine große Gruppe von Menschen reden können diese “Mittel und Wege” nach meiner Meinung durchaus auch aus einem Interventionseinsatz in deren Heimatland bestehen um eben wortwörtlich die Fluchtursachen zu “bekämpfen”.
Was das Thema Abtreibung angeht: Ich habe mich damit aus Gründen beschäftigt und bin einfach - ohne besonderen religiösen Einfluss - für mich zum Schluss gekommen, dass es keinen moralischen Grund geben kann eine Abtreibung durchzuführen. Sogar im Extremfall, in dem die Fortführung der Schwangerschaft zum Tod der Mutter führen würde sehe ich das ganze so, dass den Tod einer Person durch Unterlassung einer Handlung nicht abzuwenden weniger unmoralisch ist als den Tod durch direktes Handeln herbeizuführen.
Interessante Punkte, danke fürs Aufschlüsseln. Die würde ich jetzt aber nicht unbedingt alle rechts sehen, im Gegenteil.
Punkt 1 und 2 nannten sich mal “soziale Marktwirtschaft” und ja, das war sogar mal eine CDU-Position. Damals gab es aber quch noch eine Vermögenssteuer, einen echten Sozialstaat usw… leider haben eigentlich alle Regierungen seit den 90ern, egal welcher Farbe, kräftig gekürzt und “modernisiert”, sodass da von nicht mehr so viel über ist. “Vermögenssteuer wie zur Zeiten unserer Eltern” ist paradoxerweise eine weit linke Position geworden, statt einer konservativen. Find ich auch doof.
Bekämpfung von Fluchtursachen kostet halt Geld, und würde die heilige Wirtschaft nerven. Siehe Lieferkettengesetz. Anscheinend ist es kontrovers, wenn Firmen aufpassen sollen, keine Sklavenarbeit (auch indirekt) zu benutzen. Und leider sind die “rechten” Parteien meistens die, die Entwicklungshilfe kürzen wollen.
Asyl ist nicht Immigration, aber wenn jemand aus einer Gegend flieht, in der diese Person verfolgt und mit Folter und so Kram bedroht wird, und die Lage da absehbar nicht besser wird, was ist machen wir dann mit denen? Meiner Meinung nach sollte, wer eh schon hier ist, auch die Chance haben, hier was Sinnvolles zu tun. Sprich, Zugang zu Weiterbildung, Integrationskursen, Arbeitsmarkt usw. Menschen brauchen Sozialkontakte und “was zu tun”, und am Ende des Tages ist das doch schon eine halbe Immigration. Ich kenn durchaus auch wen, der wegen Assad aus Syrien geflohen ist, und nie hier bleiben wollte. Hab den Kontakt verloren, aber ich kann mir vorstellen, dass der auch wieder zurück ist oder zumindest überlegt. Aber jemand zB. aus Sudan, in dem seit gefühlt schon immer Bürgerkrieg herrscht?
Das Problem mit dem “Leben und leben lassen” ist, dass genau das leider nicht die Position von vielen so genannten “Rechten” ist. “Macht doch alle, was ihr wollt, mit wem ihr wollt, so lange alle Beteiligten mündig und freiwillig dabei sind” findet man m.E.n. eher links der Mitte.
Abtreibung… ich glaub, hier kommen wir einfach nicht zusammen. Die einzige Begründung, die mir zu deiner Position einfiele, wäre religiös, stimmt das?
Ich schrub ja auch, ich würde mich “eher rechts” im politischen Spektrum sehen, nicht absolut rechts
Es gibt noch genügend Menschen in der CDU (vor allem auf Kommunal- und Landesebene) die immer noch diese Position vertreten. Leider ist es ein Kampf gegen eine befestigte Stellung auf einem steilen Hügel diese Position wieder parteiintern populärer zu machen. Die “Chefetage” ist leider schon viel zu lange durch den neoliberalen Flügel besetzt.
Gerade was die Bekämpfung der Fluchtursachen angeht sehe ich die Positionen von AfD (und leider auch vielen der oberen CxU Etagen) als komplett behämmert an: Wenn ich keine Asylsuchenden und wenig / keine irreguläre Migration haben will muss ich doch dafür sorgen, dass die Menschen in erster Linie keinen Grund haben zu flüchten. Wenn es vor Ort die Möglichkeit gibt sich ein Leben aufzubauen und Aufstiegschancen bestehen - warum dann eine teure, riskante und strapaziöse Reise nach Europa auf sich nehmen?
Es wird halt immer Einzelfälle geben die nicht in ihre Heimat zurückkehren können, dafür muss es dann eben auch Mittel und Wege geben diese Personen nicht in einem endlosen Limbo landen zu lassen. Wenn wir hier aber über eine große Gruppe von Menschen reden können diese “Mittel und Wege” nach meiner Meinung durchaus auch aus einem Interventionseinsatz in deren Heimatland bestehen um eben wortwörtlich die Fluchtursachen zu “bekämpfen”.
Was das Thema Abtreibung angeht: Ich habe mich damit aus Gründen beschäftigt und bin einfach - ohne besonderen religiösen Einfluss - für mich zum Schluss gekommen, dass es keinen moralischen Grund geben kann eine Abtreibung durchzuführen. Sogar im Extremfall, in dem die Fortführung der Schwangerschaft zum Tod der Mutter führen würde sehe ich das ganze so, dass den Tod einer Person durch Unterlassung einer Handlung nicht abzuwenden weniger unmoralisch ist als den Tod durch direktes Handeln herbeizuführen.