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“Die wirtschaftliche Lage ist nicht gut und nun sucht man einen Schuldigen, der es sich in der Hängematte bequem macht, obwohl er eigentlich was arbeiten sollte”, sagte Schnitzer. Erst seien es die Bürgergeld-Empfänger gewesen, nun die Teilzeit-Kräfte. "So kommen wir nicht weiter“, erklärte die Ökonomin.
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Ich versteh halt einfach die ganze Argumentation nicht, wie “alle arbeiten mehr” irgendwem helfen soll, selbst mit ultraneoliberalem Mindset. Schon klar, es geht letztlich darum, nach unten zu treten, aber irgendwie muss das doch vordergründig wenigstens fadenscheinig begründet sein. Es ist ja nu nicht so als würde im jetzigen Zustand lauter Arbeit einfach liegen bleiben, weil die ganzen Teilzeitlys partout nicht dazu kommen in ihren Lifestyle-gechillten 30 Stunden die Woche. Und selbst WENN, wären doch die offensichtliche (politische) Lösung Anreize für die Schaffung weiterer Arbeitsplätze.
Häh?
(Um’s Eck wird übrigens geunkt, dass dieses Jahr wieder soooo viele Arbeitsplätze WEGFALLEN werden, was auch nicht direkt dafür spricht, dass Unmengen an Arbeit zur Verfügung stehen, die Arbeitgebys trotz aller Bemühungen nicht verteilt kriegen)
Das ist ja nur die rhetorische Begleitung dazu, das Lohnniveau zu drücken.
Die wollen ja nicht, dass Teilzeitkräfte auf Vollzeit gehen und dann mehr Geld dafür bekommen. Das ist ja im Subtext eher die Story “guck, die kommen doch mit ihrem Teilzeitgehalt noch irgendwie über die Runden. Dann können sie ja auch für dasselbe Geld Vollzeit arbeiten, und die Unternehmen können dann die anderen Angestellten entlassen. WeTtBeWeRbSfÄhIgKeIt!!!111einself”
Oh. Oooh. So hatte ich das noch gar nich gesehen. Verdammte Hacke.
Es hat seine Gründe, warum ich kein Unternehmen leite.
Du denkst zu logisch. Du musst lernen deinen Augen und Ohren nicht zu trauen.
Wieso? Es muss nur bei Leuten funktionieren die schon das Vorurteil haben das bedient wird und weitgehend ahnungslos sind wie diese Dinge funktionieren.
Der ärgerliche Teil ist dass das genug Leute sind um Wahlen zu gewinnen.
Die einzige Erklärung die ich habe ist, dass das einfach Wahlkampftaktik ist um ihre Basis zu mobilisieren (Rentner) und hoffen, dass sie dort mehr Stimmen gewinnen als sie bei der arbeitenden Bevölkerung dadurch verlieren.
Oder sie sind einfach so abgehoben bzw. durch Lobbyisten so von der Realität abgeschottet, dass sie nicht checken wie sie die ganze arbeitende Bevölkerung gegen sich aufbringen.
Für welche Wahl aber?
Bundes-CDU macht Stimmung wegen Landtagswahlen?
Ja ist doch Superwahljahr und Landtagswahlen beeinflussen doch immer auch die Bundespolitik bzw. auch umgekehrt.
Ah, hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Aber ja, mein Bundesland wählt auch, wusste nur nicht, dass es so viele sind dieses Jahr.
Und stimmt natürlich, dass das Einfluss hat. Gefühlt sogar mehr top-down. Also wenn man vor Landtagswahlen mit Leuten redet hat man oft den Eindruck, dass die gar keine Ahnung haben welche Kompetenzen überhaupt auf Länderebene liegen und da Dinge mit reinmischen die sie eher bei der Bundestagswahl anbringen müssten.