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Cake day: August 19th, 2021

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  • Viele Gastronomen hatten bereits vor der Mehrwertsteuersenkung angekündigt, diese vorwiegend dazu zu nutzen, um die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kosten für die Betriebe auszugleichen.

    Dass dies der Zweck der Steuersenkung war, ist von der Politik auch so kommuniziert worden.

    Das stimmt schon, für mich bleibt aber noch der fade Beigeschmack aus der Erinnerung, als die Großbäckerei Steinecke nach Auslaufen des MwSt-Rabatts als Hilfsmaßnahme während der Pandemie die Preise kräftig anzog und dabei in Aushängen darauf hinwies, wie sehr sie die Preiserhöhungen bedauern, die aber aufgrund der politisch gewollten Steuererhöhung doch unausweichlich seien. Tatsächlich verbarg sich dahinter nichts anderes als ein Auslaufen des Rabatts. So kann man sich einen Kundenboykott eben auch erkämpfen.

    Im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation der Gastronomie insgesamt kann ich den Schritt aber trotz des Beigeschmacks politisch noch nachvollziehen - anders als bei der Senkung der Luftverkehrssteuer, während die Branche bereits in Rekordlaune war und die Steuergeschenke natürlich lieber an die Investor:innen als die Kundschaft weitergab.








  • Während meiner Erfahrung in solch einem Kleinbetrieb waren die Verluste durch Blüten, welche in der Kasse landeten, weit größer als die mageren Abgaben für die Annahme von Kartenzahlungen.

    Um mal ein wenig Tageslicht an das wiederkehrende Argument der Gebühren zu bringen:

    Das kleine Café in unserem Beispiel hat einen monatlichen Umsatz von 8.000 Euro und führt 400 Transaktionen im Monat durch. Etwa 30% der Zahlungen erfolgen über Visa- oder MasterCard-Kreditkarten. Bei einem durchschnittlichen Transaktionsbetrag von 25 Euro und einer Kreditkartengebühr von 1,19% können wir die monatlichen Kosten leicht berechnen.

    Die Gesamtkosten setzen sich aus den Transaktionsgebühren, der Service-Pauschale und den Einrichtungsgebühren zusammen. Die monatlichen Gesamtkosten bei Kartenzahlungen betragen maximal 76 Euro, während die monatlichen kartenzahlung kosten für ein gemietetes Kartenterminal bei einem Umsatz von 8.000 Euro 83,54 Euro betragen.

    Quelle

    Und das sind die Gebühren bei Kreditkartenzahlungen. Bei Debitkarten sind sie ja nochmals deutlich niedriger gedeckelt und kein Vergleich zu dem, was PayPal, Lieferando & Co. den Händler:innen abzwacken.








  • Dadurch, dass 10 Personen dasselbe Konto nutzen könnten, erschließt sich mir nicht, warum z.B. ein Führerschein nicht auch zur Identifikation ausreichend wäre.

    Die Frage habe ich vor ein paar Monaten einer Kontrolleurin gestellt: Ob es nicht ausreicht, meine GKV-Karte vorzuzeigen, damit ich eben den Personalausweis nicht jeden Tag mit mir rumschleppen muss. Laut ihrer Aussage ist relevant, ob es sich um einen amtlichen Ausweis handelt - ergo genügen Reisepass, Personalausweis - oder eben auch Führerschein.

    Bringt mich mit meinem Problem persönlich bloß nicht weiter, da ich bloß gelegentlich Carsharing nutze und mein Führerschein entsprechend für gewöhnlich im Schrankfach liegt. Aber dich vielleicht. 😉





  • Wie viele Plastikkarten hast du denn dass du da “wühlen” musst

    Es sind 7. Und ich wünschte, es wären 0.

    und wie oft wirst du kontrolliert dass es ein wirkliches Problem darzustellen scheint?

    Mindestens 2x am Arbeitstag.

    Viele Anbieter haben das D-Ticket doch schon in einer App integriert

    Na genau das ist doch mein Punkt: Was bringt es mir, das Ticket in der App zu haben, wenn ich bei jeder Kontrolle (also 2x täglich) aufgefordert werde, zusätzlich meinen Personalausweis vorzuzeigen? Ja, das wäre grundsätzlich eine Plastikkarte weniger, aber bei jeder Fahrt in der App und zusätzlich im Portemonnaie suchen zu müssen, wäre ja noch irrwitziger.

    Wie sehr das nervt, mag man vielleicht nicht vor Augen haben, wenn man mit der Situation nicht Tag für Tag konfrontiert ist.