Ich hab mal eine Weile im Ruhrgebiet gewohnt und da begegnet einem überall diese Kohlekumpel-Zechen-Glorifizierung. Eigentlich eine echte Kackidee das mit der Kohle. Da sterben tausende Kumpels an Staublunge. Es ist ein Knochenjob. Das ganze Land sackt ab und würde in den Fluten versinken, wenn man nicht ständig das Wasser abpumpen würde. Man hat riesige Mengen CO2 produziert und die ganze Gegend mit Ruß verqualmt. Und jetzt hat man dann noch riesige Abfallberge rumliegen … und feiert das fleißig.
Und was ist das in eurer Region?


Da fällt mir überraschend wenig ein. Es sind eher Kleinigkeiten wie das Festhalten am Status des Stadtstaats bei einer nicht dafür ausgelegten Steuerregelung und eine elitäre Festmahlsveranstaltung von Kauf- und Schifffahrtsleuten, die neben Elitarismus auch vor veralteten Rollenbildern strotzen. 2020 waren von 300 Teilnehmern 15 Frauen, es hat bis 2023 gedauert, bis eine Frau das Ganze anführen durfte. Und wie gesagt, elitärer Blödsinn.
Aber abgesehen davon fällt mir nicht wirklich was ein.
Bremer Kolonialismus. Die ach so wohlhabende Vergangenheit im Handel. Zieh dir mal Wandbilder von der “Baumwollbörse” und im Hbf rein.
Hm, nee. Bremen setzt sich schon kritisch mit der eigenrn Kolonialgeschichte auseinander. Würde ich nicht als verklärte Vergangenheit bezeichnen.