[…]

Den Appell für einen “demokratischen und humanistischen Diskurs in den Medien” haben bis Dienstagvormittag 447 Medienschaffende, Forscherinnen und Künstler unterschrieben – der Tagesspiegel berichtete zuerst darüber. Die Initiatoren sind der Investigativjournalist und Grimme-Preisträger Silvio Duwe sowie die Autorin Annika Brockschmidt. Alleine schon der Sendungstitel sei journalistisch verantwortungslos. Caren Miosga nutze mit der “Fragestellung und der Wahl ihres Gastes eine von Rundfunkbeiträgen finanzierte Plattform, um Akteuren und Ideologien eine Bühne zu bieten, die im Falle eines Wahlsieges nicht zögern dürften, die Pressefreiheit erheblich einzuschränken oder abzuschaffen”, heißt es weiter.

[…]

  • SapphireSphinx@feddit.orgOP
    link
    fedilink
    arrow-up
    48
    ·
    3 days ago

    Die ARD-Redaktion verteidigte die Einladung Chrupallas nach der Kritik des Historikers Andreas Froese, er ist Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, mit dem Argument, dass die AfD zwar eine “Partei mit umstrittenen Positionen” sei, es gehöre jedoch zum Programmauftrag, “alle Positionen einem breiten Publikum zugänglich zu machen”.

    Rechtsextremismus als “umstrittene Positionen” darzustellen ist echt eine Leistung der ÖR. Da muss man sich als Redaktion schon anstrengen.

    • IratePirate@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      20
      ·
      3 days ago

      Rechtsextremismus als “umstrittene Positionen” darzustellen ist echt eine Leistung der ÖR. Da muss man sich als Redaktion schon anstrengen.

      Jetzt nehmt dem ÖR diese Scheiß-Argumentation doch endlich aus der Hand und PRÜFT endlich!

    • Obin@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      10
      ·
      3 days ago

      “alle Positionen einem breiten Publikum zugänglich zu machen”

      Man kann eine Position auch zugänglich machen indem man sie aus der Ferne auseinandernimmt, just saying*. Das ÖR-Fernsehen entscheidet sich hier wieder bewusst ihren Programmauftrag als “faire Gleichbehandlung” zu interpretieren. Solange jeder seinen “fairen” Zeitslot im Rampenlicht bekommt, wo er dann mit minimalem Widerstand Hass rausballern kann ist das Prädikat Qualitätsjournalismus erreicht.

      *) Das gilt nebenbei auch bei den Herren von der CSPDU. Und nur weil die öfter als alle anderen etwas dummes sagen heißt das nicht, dass man irgendwann aufhören muss das zu fact-checken und zu kritisieren… aber das machen sie ja ohnehin schon nicht wirklich bei denen.

    • JoKi@feddit.org
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      6
      ·
      3 days ago

      Und die Zugänglichmachung aller Positionen setzt nicht voraus, diese auch noch möglichst werbewirksam ins Netz zu blasen.