• copacetic@discuss.tchncs.de
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    28 days ago

    Als Angestellter hat man ja auch nicht wirklich was davon. Der Job verändert sich. Als Softwareentwickler wird man zum KI-Manager. Das Unternehmen wird x% produktiver und das Gehalt erhöht sich dabei um 0%. Wer steckt denn den Gewinn durch die erhöhte Produktivität ein?

    Unabhängig davon gibt es natürlich noch Diskussion, ob die Produktivität wirklich steigt. Als Einzelner fühlt man sich schon produktiver, aber wo sieht man das an Kennzahlen vom Gesamtunternehmen oder ganzen Wirtschaftsbranchen?

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.org
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      26 days ago

      Das Unternehmen wird x% produktiver und das Gehalt erhöht sich dabei um 0%.

      Da würde ich gerne mal einen soliden Nachweis für sehen. Die kolportierten Effizienzgewinne sind zum Teil sehr hypothetisch. Z.B. Softwareentwicköer können einen vermuteten Geschwindigkeitsvorteil auch gar nicht richtig einschätzen, wie die METR Studie zeigte - sie nehmen auch eine Beschleunigung wahr, wo es objektiv eine Verlangsamung gibt.

      Es ist unwidersprochen, dass die KI Modelle in der Softwareentwicklung schnell viel Code generieren können. Abet einfach mehr Code ist in der Softwareentwicklung etwa so nützlich wie mehr Gewicht im Flugzeugbau oder eine Bleiweste beim Schwimmen lernen - es hilft so gar nicht. Mehr Code ist erstmal mehr Zeug, was man bei der Wartung und Weiterentwicklung verstehen muss. Und Verstehen kostet Zeit.

      Es wird auch immer überschätzt, wie viel Code produktive Softwareentwickler schreiben, und wie viel Vorarbeit, Fehlersuche etc. dafür nötig ist. Selbst Linux Kernelentwickler schreiben in der Regel höchstens so 1000 Zeilen neuen Code pro Mannjahr(!) (eigentlich “Personenjahr”, sind ja nicht alles Männer). Ein erfahrener Entwickler in einem sehr gut organisiertem, überschaubaren Greenfield-Projekt schreibt mit Glück 10000 Zeilen pro Jahr - das sind 40 Zeilen pro Arbeitstag. Das kann man in 15 Minuten eintippen. Der Rest ist klären und erfassen von Spezifikationen, nachdenken, Tests, Koordination, Fehlersuche, Dokumentation.

      • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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        26 days ago

        Es ist unwidersprochen, dass die KI Modelle in der Softwareentwicklung schnell viel Code generieren können. Abet einfach mehr Code ist in der Softwareentwicklung etwa so nützlich wie mehr Gewicht im Flugzeugbau oder eine Bleiweste beim Schwimmen lernen - es hilft so gar nicht

        Das interessiert halt die ganzen Startups nicht, die müssen schnell irgendwas in den Markt werfen, egal wie es technisch aussieht. Entweder wird es dann später gefixt (Spoiler: Wird es trotzdem nicht) oder sie gehen drauf und niemand braucht den Code.

        Bei alteingesessenen Unternehmen hält sich die KI-Einbindung meinen Beobachtungen nach stark in Grenzen.

    • sascha@friendica.deOP
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      23 days ago

      @copacetic Also eine Produktivitätssteigerung habe ich noch nirgendwo hart belegt gesehen, dafür aber einiges an Rückmeldungen bekommen das KI für manche Sachen ganz gut ist, in anderen eher kontraproduktiv.

      Wohin die Produktivitätssteigerung fließt? Na wie immer in den letzten 70 Jahren, weitgehend in die Taschen der Geschäftsführungen, der Eigentümer und Aktionäre. Das ist die Natur des Kapitalismus.