• brainwashed@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    1
    ·
    edit-2
    4 days ago

    ich finde es wichtig die Wohneigentumsquote und damit das Medianvermögen zu erhöhen

    Auf Länderebene verglichen korrelieren Wohneigentumsquote und Medianvermögen leicht negativ miteinander. Vereinfacht: Je ärmer desto warscheinlicher im Eigenheim.

    Schaue hier https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_wealth_per_adult und https://en.wikipedia.org/wiki/Owner-occupancy

    Wie kommst du darauf, das eine von dem anderen abhängt?

    • Melchior@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      4 days ago

      Weil Deutschland von den vergleichbaren Ländern, sprich ähnlicher BIP pro Kopf, das niedrigste Medianvermögen hat. Gleichzeitig ist die Wohneigentumsquote auch fast die niedrigste. Nur die Schweiz und Österreich sind niedriger. Wobei Österreich auch nur ein leicht höheres Medianvermögen als Deutschland hat. Es ergibt für mich auch einfach Sinn, das Menschen die nicht erben sparen müssen. Das tut man meistens durch ein Eigenheim oder durch eine private Rente.

      • brainwashed@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        1
        ·
        4 days ago

        Das mag einfach Sinn ergeben aber ergibt global gesehen keine positive Korrelation. Schon innerhalb der G20 nicht. Und so wie Deutschland in der Vergangenheit getickt hat werden, wenn Eigenheimkauf gefördert wird, so viele Bedingungen dazu gedichtet, dass faktisch niemand diese Förderung bekommt. Also Förderung ja aber nur, wenn mindestens zwei Kinder und ganz wenig jährliches Pro-Kopf-Einkommen und bitte nach übertriebenem Energiestandard und nur mit zertifizierten Handwerksbetrieben etc. PP. Auch bekannt als: Politik möchte behaupten sie fördere Wohneigentum, ohne tatsächlich das Geld dafür locker machen zu wollen.

          • brainwashed@feddit.org
            link
            fedilink
            arrow-up
            1
            ·
            4 days ago

            Heisst dann ja grob je gleicher das vermögen verteilt, desto weniger Immobilienbesitz. Vermögensgini und Medianvermögen korreliert in den G20 Ländern auch eher negativ, also je gleicher desto ärmer.

            Der starke Mietmarkt schafft halt ein nichtfinanzielles Asset in Form eines nahezu unkündbaren Wohnrechts unter Marktmiete für einige Mieter. Nur kannste das weder mitnehmen noch verpfänden noch veräußern.

            • Melchior@feddit.org
              link
              fedilink
              arrow-up
              1
              ·
              4 days ago

              Heisst dann ja grob je gleicher das vermögen verteilt, desto weniger Immobilienbesitz. Vermögensgini und Medianvermögen korreliert in den G20 Ländern auch eher negativ, also je gleicher desto ärmer.

              Da gibt es auch Länder wie China und Russland, die ihren Bürgern beim Übergang zum Kapitalismus Wohnungen quasi geschenkt haben. Das haben übrigens die meisten Länder so gemacht, sieht man auch in der EU. Dann sind Immobilien auch gut gegen Inflation, was natürlich in armen Ländern eher ein Problem ist.

              Der starke Mietmarkt schafft halt ein nichtfinanzielles Asset in Form eines nahezu unkündbaren Wohnrechts unter Marktmiete für einige Mieter. Nur kannste das weder mitnehmen noch verpfänden noch veräußern.

              In den meisten Ländern kann der Vermieter die Miete recht frei erhöhen. Daher eher nein.

              • brainwashed@feddit.org
                link
                fedilink
                arrow-up
                1
                ·
                4 days ago

                Ob das von China und Russland gute Policies waren, lasse ich mal dahingestellt. Qualitativ nicht zu vergleichen mit Wohnungen bei den bösen Kapitalisten, weil wie in der DDR zwar billig aber dafür katastrophal und instandgehalten.

                Heute ist die Wohneigentumsquote hoch, weil die Bürger in nicht viel anderes investieren dürfen. Ergebnis ist ne Immobilienblase die langfristig nicht gut für das Vermögen der Leute sein wird.

                Ich meine mit starkem Mietmarkt einen mit vielen Rechte für Mieter. Was in den meisten Märkten ist hat damit wenig zu tun.