Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Schulze fordert, Bürgergeldempfänger zu gemeinnütziger Tätigkeit zu verpflichten. Für staatliche Unterstützung müsse eine Gegenleistung erbracht werden, sagte er der Bild am Sonntag.
Was für ein Blödsinn. Ich zahle doch genau dafür schon Steuern, dass das Sozialsystem mich auffängt, wenn ich keine Arbeit finde bzw. nicht arbeiten kann. Das ist doch meine Gegenleistung fürs Arbeitslosengeld, in welcher Form auch immer. Das ist der Grundsatz vom Land in dem ich lebe, das wir für einander aufkommen und einstehen.
Wenn er Leute braucht, die für öffentliche Gelder Schnee schippen, kann er einfach eine öffentliche Stelle ausschreiben - das wäre sogar ein WinWin auf dem Arbeitsmarkt, idealerweise findet damit jemand einen Job aus der Arbeitslosigkeit und ist damit auch aus der Statistik raus. Da muss kein neues Werkzeug her, wir haben genau das was er will schon, nur eben mit weniger denunzierenden Formulierungen.
Ja, aber wie attackieren wir dann den Mindestlohn? Das ist ja das Game. Wir zwingen Arbeitslose zum Arbeiten, dann sagen wir “guck, die arbeiten sogar für bisschen Miete und Brotkrumen” und - zack - ist der Moment gekommen, den Mindestlohn abzuschaffen.
“Ja guck, wenn wir den abschaffen, dann ergeben sich direkt ganz viele Stellen, um der Arbeitslosigkeit Herr zu werden 👍”
Das läuft alles gerade so orchestriert, es ist gruselig. Siehe Aufweichung der Arbeitszeitregeln, Lohnfortzahlung bei Krankheit, diese merkwürdige Teilzeitdebatte. Ich wundere mich, dass die Absenkung der vorgeschriebenen Urlaubstage noch kein Thema war. Vermutlich, weil das quasi alle beträfe, und dann würden die Leute merken, dass es nicht nur “den faulen Anderen” an den Kragen geht.
Was für ein Blödsinn. Ich zahle doch genau dafür schon Steuern, dass das Sozialsystem mich auffängt, wenn ich keine Arbeit finde bzw. nicht arbeiten kann. Das ist doch meine Gegenleistung fürs Arbeitslosengeld, in welcher Form auch immer. Das ist der Grundsatz vom Land in dem ich lebe, das wir für einander aufkommen und einstehen. Wenn er Leute braucht, die für öffentliche Gelder Schnee schippen, kann er einfach eine öffentliche Stelle ausschreiben - das wäre sogar ein WinWin auf dem Arbeitsmarkt, idealerweise findet damit jemand einen Job aus der Arbeitslosigkeit und ist damit auch aus der Statistik raus. Da muss kein neues Werkzeug her, wir haben genau das was er will schon, nur eben mit weniger denunzierenden Formulierungen.
Ja, aber wie attackieren wir dann den Mindestlohn? Das ist ja das Game. Wir zwingen Arbeitslose zum Arbeiten, dann sagen wir “guck, die arbeiten sogar für bisschen Miete und Brotkrumen” und - zack - ist der Moment gekommen, den Mindestlohn abzuschaffen.
“Ja guck, wenn wir den abschaffen, dann ergeben sich direkt ganz viele Stellen, um der Arbeitslosigkeit Herr zu werden 👍”
Das läuft alles gerade so orchestriert, es ist gruselig. Siehe Aufweichung der Arbeitszeitregeln, Lohnfortzahlung bei Krankheit, diese merkwürdige Teilzeitdebatte. Ich wundere mich, dass die Absenkung der vorgeschriebenen Urlaubstage noch kein Thema war. Vermutlich, weil das quasi alle beträfe, und dann würden die Leute merken, dass es nicht nur “den faulen Anderen” an den Kragen geht.
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