Die Diskussion um Tailwind zeigt, wie KI erfolgreiche Open-Source-Projekte bedroht. Die Konsequenzen sind alarmierend.

KIs lesen also die Dokumentation eines Projekts ein und verhindern, indem sie Fragen beantworten oder automatisch Code erzeugen […], dass Entwicklerinnen und Entwickler überhaupt noch in direkten Kontakt mit dem Projekt treten. Hier treten Textmaschinen parasitär auf, die Inhalte einlesen und durch das Beseitigen eines als lästig empfundenen Lernprozesses – das Lesen von Dokumentation – die Grundlage für ihr eigenes Funktionieren untergraben.

[…] Das automatische Auslesen durch LLMs und das Überspringen der Dokumentation als primäre Quelle werden dabei als naturgegeben hingenommen. Das sei nun eben so.

Man muss festhalten: Nein, es ist nicht so. […], ist der hier sichtbare Vorgang ein parasitärer Raubbau an Texten, wie er auch in anderen Bereichen, etwa bei Fiktion oder Sachtexten, zu beobachten ist. Technikversprechen der LLM-Anbieter hin oder her: Das kann so nicht funktionieren.

  • illusionist@lemmy.zip
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    19 hours ago

    Seltsam wie ein Fall (tailwind) generalisiert wird und auf alles quelloffene zutrifft.

    Ich bin heute über eine längere Diskussion auf Github gestolpert, die exemplarisch zeigt, wie KI bisherige Open-Source-Ökosysteme zerstört und derzeit keine Lösung in Sicht ist.

    Das eigentliche Problem ist dass LLMs mit GPL code trainiert werden, aber keine Lizenz weitergeben. Das ist der eigentliche Skandal. Nicht dass der Support revenue Stream für ein Unternehmen wegfällt weil die Software dank LLMs leichter zu bedienen wird.