Hallo zusammen,

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

  • Augustiner@lemmy.world
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    1 day ago

    Letzte Woche hab ich’s mal wieder geschafft 2 Bücher, wenn auch ein sehr kurzes, zu lesen:

    „The Quiet American“ von Graham Greene ist eine Geschichte über die naive und überhebliche Selbstüberschätzung der amerikanischen Außenpolitik. Greene war hier durchaus etwas prophetisch. Obwohl die Geschichte den Indochina-Krieg, also den Kampf der Vietminh gegen die Franzosen als Rahmenhandlung verwendet und auch zu dieser Zeit entstand, sieht Greene bereits die ersten Vorzeichen des US-Vietnam Krieges und seines letzendlichen Ausgangs. Die Handlung ist durchaus spannend, auch wenn die Erzählstruktur den letzten Twist etwas überhastet erscheinen lässt. Greene schreibt generell aus der Perspektive eines Expats, weshalb man leider auch nicht besonders viel Einblicke in die Ansichten der lokalen Bevölkerung erhält. Die interessanten Settings dienen deshalb zwar als Kulisse, fühlen sich aber leider etwas austauschbar und oberflächlich an. Die Geschichte hätte genauso gut in Korea, Chile, Guatemala, Irak oder Afghanistan stattfinden können. Das zeigt zwar einerseits die Universalität von Greenes Beobachtungen, ist aber auch schade, da ich eigentlich gerne mehr über Indochina erfahren hätte.

    Außerdem habe ich „The Crucible“ von Arthur Miller gelesen. Auch von Miller hatte ich davor bereits ein Stück, Death of a Salesman, gelesen und gefeiert. The Crucible fand ich aber sogar nochmal ein Stücken besser. Miller gelingt es perfekt anhand der Salem Witch Trials den Irrsinn einer totalitären Gesellschaft zu zeigen, in der Anschuldigung gleich Schuldig bedeutet und Systemkritik als Hochverrat angesehen wird. Das Ende war mir vielleicht etwas zu dramatisch, Proctor wurde mir etwas zu sehr zum Märtyrer für die Wahrheit hochstilisiert, aber das ist verständlich, da dies nochmal die Hauptaussage des Stücks deutlich unterstreicht. Miller schrieb das Stück als Kommentar zur McCarthy era, in der auch er selbst in Schwierigkeiten geriet, doch die Muster die er aufzeigt sind universell. Das Stück ist recht kurz und man kann es an einem Nachmittag lesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

  • WalterLego@lemmy.zip
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    1 day ago

    Ich schaue Malcolm in the Middle. Hal ist der am besten geschriebene erwachsene Charakter mit ADHS, den ich je gesehen habe. So viele Kleinigkeiten, die man als betroffene Person wiedererkennt. Es macht wirklich Spaß.

  • RamenDame@lemmy.world
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    1 day ago

    Ich habe Eddington geguckt. Ein Neo-Western der im Mai 2020 spielt. Einer meiner Gedanken dazu war: ein Kammerspiel ohne Wände.

    Ich muss sagen, ich war gut unterhalten. Habe mich viel an 2020 zurück erinnert. Habe aber auch viel an heute gedacht. Der Film ist voller Konflikte. Alles was in Mai heiss war, kommt vor, plus Konflikte zwischen den Charakteren.

    • Augustiner@lemmy.world
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      1 day ago

      Den wollte ich mir auch schon länger mal ansehen. Insgesamt lese ich aus deinem Kommentar dass du ihn empfehlen würdest, oder irre ich mich da?

      • RamenDame@lemmy.world
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        1 day ago

        Ich würde ihn empfehlen. Der Film ist halt 110% Konflikt und dann nochmal wild. Ohne zu spoilern würde ich sagen, dass es kein Popkorn- Kino ist und kein Film, wo man am Ende jemanden mag. Man geht nicht mit einem guten Gefühl raus. Aber ich mag sowas.

  • Asinus@feddit.org
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    1 day ago

    Habe Knorkator live gesehen. Es war besonders Ü

    Die sind eindeutig ein wenig verrückt (manche Texte sind mir zu “drüber”), aber das wusste ich vorher.
    Es war eine super Show, die haben echt gut gespielt und die Halle mitgerissen. Mittlerweile steht auch jeweils ein Kind von 2 Bandmitgliedern mit auf der Bühne, die waren auch super.

    Ich war seit dem Spätsommer (damals völlig andere Richtung) auf keinem Konzert mehr gewesen, das hab ich echt vermisst. Ich werd versuchen in diesem Jahr mehr mitzunehmen.

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    2 days ago

    Ich habe Mystic Vale gespielt, ein Brettspiel, bei dem man aus verschiedenen Komponenten sich Karten selber baut. Das war angenehm neu für mich und spielte sich auch sehr flott, da es eigentlich immer was zu tun gab. Entweder zu planen welche Karte man als nächstes verbessert oder dann die gekauften Kartenteile in die Hüllen einzusortieren. Dadurch kam keine Langeweile auf, wo man warten musste, das jemand endlich seinen Zug macht.
    Wir hatten nur das Basisspiel gespielt und das war auch OK. Die Erweiterungen führen laut Handbuch noch weitere Komponenten ein, die es nur unnötig kompliziert machen in meinen Augen. Also für eine kurzweilige ~45 min Runde für max. 4 Leute ist es echt gut.

  • Kacktusse@feddit.org
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    1 day ago

    Ich spiele derzeit Shadow of Tomb Raider. Ich hab mich komplett in der Welt verloren. Ich finde es entspannend nur durch die Stadt zu laufen und von einem Geheimnis zum andern zu klettern. Dabei habe ich so viel über die unterschiedlichen Kulturen gelesen. Bin jetzt bei 85% und schon am senieren, dass es bald zu Ende ist.

    Der erste Teil ist im Vergleich technisch nicht so gut aber interessante story. Teil 2 war technisch schon gut aber diese russische Schneewelt war nicht so meins. Ich denke das Shadow of Tomb Raider mein neuer Favorit wird. Danach will ich die damaligen Teile nochmal richtig nachholen.

    • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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      1 day ago

      Ich habe mal probiert den dritten Teil zu spielen und bin mit der Steuerung gar nicht klar gekommen. Da merkt man dann doch wieder, das sich gewisse Konventionen, gerade in der Steuerung, zu Recht etabliert haben. Die Legends Trilogie dagegen hat mir richtig Spaß gemacht, auch wegen der guten Steuerung.

      • Kacktusse@feddit.org
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        1 day ago

        Ich hab den Eindruck, dass die Steuerung auch beim ersten Versuch 2024 das Spiel zu spielen so umständlich war. Ich hab es jetzt auf dem Steamdeck gespielt ohne was an der Steuerung zu ändern. Bis auf, dass die Knöpfe welche ich drücken soll nicht angezeigt werden, spielt es sich besser (das hat das eine oder andere mal dazu geführt, dass Lara in Untiefen gestürzt ist).

        • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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          1 day ago

          Ah nein, ich meinte den originalen dritten Teil, also Tomb Raider 3. Von den neuesten Teilen haben ich noch keinen gespielt. Muss ich irgendwann mal machen.