Ich frage mich wann die CDU endlich etwas Sinvolles tut. Man beachte auch, zu wenig Wochenstunden und zu hohe Löhne sind nicht das Problem:
Als Ursachen macht Zander wie viele Verbandsvertreter hohe Kosten für die Unternehmen am Standort Deutschland aus. “Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie.”
zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben
Gott bewahre, dass ein Unternehmen zur Gesellschaft beiträgt. Aus kapitalistischer Sicht stimmt es natürlich, aber es kann nicht die Lösung sein, dann Kahlschlag im Gemeinwesen zu machen. Viel eher denke ich, dass es vereinheitlichte Steuern, zumindest mal in der EU, geben sollte und auf Waren von außerhalb sollten Ausgleichsabgaben (oder nennt es Zölle) fällig werden, die abhängig vom Medianlohn, Steuerlast, etc. im Herkunftsland sind und so das Spielfeld ebenen.
zu viel Bürokratie
Sicher, dass nicht Arbeitsschutz, Umweltstandards etc. gemeint ist? Da lohnt es sich vorsichtig zu sein.
Ausgleichsabgaben (oder nennt es Zölle)
Das hilft nicht, um auf dem Weltmarkt Gewinne zu erzielen. Die brauchen wir aber, um Rohstoffe einzukaufen.
Nein, aber das verhindert, dass Produkte, die bei uns angeboten werden nur deshalb billig sind, weil sie für Dumpinglöhne produziert wurden, mit denen der Produktionsstandort Deutschland (aus gutem Grund) nicht mithalten kann.
Natürlich bedeutet das zunächst eine Preissteigerung für viele Güter im Inland. Wenn allerdings das Gefälle zwischen Produktionskosten verschwindet, ist die Antwort auf die Frage ob ich in Deutschland mit “hohen Steuern, Energiekosten, Bürokratie, blablabla” oder in China, wo ich konstanten unfreiwilligen Technologietransfer in Kauf nehmen muss, produziere, wohl häufiger eine andere. Das wiederum sorgt über den erhöhten Bedarf an Arbeitskräften für einen steigenden Lohn, wodurch sich die Menschen auch diese Preissteigerungen leisten können.
Anders als bei Trumps Zöllen, gibt es allerdings für Länder einen Automatismus, mit dem diese Abgaben an der Grenze reduziert werden können: Arbeitnehmerrechte und -schutz verstärken. Mindestlohn erhöhen. Also praktisch ein Leistungsschutzgesetzt ohne direkte Verpflichtung.
Vor allem Deutschland hat sich Jahrzehnte lang auf seinen Lorbeeren als technisch fortschrittliches Land ausgeruht und dabei zugesehen, wie andere Länder erst billiger und mittlerweile auch oftmals besser produzieren. Und statt den Konsum im Inland anzuregen, soll sich der gemeine Arbeitnehmer nach Vorstellungen von Union und SPD auf ein Niveau von ausgebeuteten Arbeitern in Fernost begeben, damit die Firmen wieder “konkurrenzfähig” werden.
Nein, Danke.
Das wiederum sorgt über den erhöhten Bedarf an Arbeitskräften für einen steigenden Lohn, wodurch sich die Menschen auch diese Preissteigerungen leisten können.
Das stimmt für importierte Güter aber was exportieren wir mit dem hohen Lohnniveau?
Vor allem Deutschland hat sich Jahrzehnte lang auf seinen Lorbeeren als technisch fortschrittliches Land ausgeruht und dabei zugesehen, wie andere Länder erst billiger und mittlerweile auch oftmals besser produzieren.
Was würde uns wieder wettbewerbsfähig machen?
Und statt den Konsum im Inland anzuregen, soll sich der gemeine Arbeitnehmer nach Vorstellungen von Union und SPD auf ein Niveau von ausgebeuteten Arbeitern in Fernost begeben, damit die Firmen wieder “konkurrenzfähig” werden.
Wenn die Firmen dort genauso gut sind wie hier, welche Alternative haben wir dann?
Das stimmt für importierte Güter aber was exportieren wir mit dem hohen Lohnniveau?
Gegenfrage: Warum müssen wir exportieren oder überhaupt mehr produzieren als wir brauchen?
Was würde uns wieder wettbewerbsfähig machen?
Mmn entweder ein Abwenden von der überproporzionalen Exportwirtschaft, die von externen Faktoren außerhalb unserer Kontrolle abhängig ist. Eine massive Investition und tiefgreifende Modernisierung des Standpunkt Deutschland (Infrastruktur, Bildung, …), um wieder einen technologischen Vorsprung zu erreichen oder eben die Verelendung der arbeitenden Bevölkerung und des Gemeinwesens, um Abgaben und Lohnkosten drastisch zu senken.
Wenn die Firmen dort genauso gut sind wie hier, welche Alternative haben wir dann?
Wie beschrieben darauf bestehen, dass sie mindestens zu denselben Konditionen produziert werden im Bezug auf Menschen- und Arbeiterrechte, Umweltstandards, etc.
Gegenfrage: Warum müssen wir exportieren oder überhaupt mehr produzieren als wir brauchen?
Wie finanzieren wir Rohstoffe wie Kupfer?
Wie beschrieben darauf bestehen, dass sie mindestens zu denselben Konditionen produziert
Wenn China 996 macht und günstige Autos in Brasilien verkauft, können wir nicht bei der brasilianischen Regierung darauf bestehen, dass sie Tarife auf chinesische Autos einführt.
Sicher, dass nicht Arbeitsschutz, Umweltstandards etc. gemeint ist? Da lohnt es sich vorsichtig zu sein.
Ja, Beschwerden über Bürokratie aus neoliberalen Kreisen sind meistens Rufe nach Deregulierung, was selten im Interesse des Bürgers ist.
Es gibt auch legitime Kritik an Bürokratie, wie zu komplexe und intransparente Abläufe im Verwaltungsstaat die dazu dienen den Bürger von der Nutzung seiner Rechte abzuhalten, aber das meinen die wahrscheinlich nicht.
Ich frage mich wann die CDU endlich etwas Sinvolles tut.
Die Antwort dazu könnte die Bevölkerung verunsichern.
Die Antwort: Die CSPDU ist fundamental nicht fähig etwas in Deutschland zu verbessern. Die neoliberale rechtskonservative Ideologie der CSPDU lässt dazu schlicht keinen Spielraum. Sie können ihrem Klientel helfen noch ein paar Jahre fett abzusahnen bevor alles den Bach runter geht, und sie können das Volk mit Hetze auf Sündenböcke hinhalten, damit es nicht gegen sie aufbegehrt weil nichts besser wird, aber sie können nichts verbessern.
Mehrere Großaufträge aus dem Verteidigungssektor hatten im letzten Quartal 2025 für ein deutliches Auftragsplus in der Metall- und Elektroindustrie gesorgt, teilte der Verband Gesamtmetall vor einem Monat mit. Bereinigt um die mehrheitlich staatlich finanzierten Rüstungsaufträge sei die Auftragslage aber nach wie vor schlecht.
Ah ja, die Fakten, die nicht ins gewünschte Bild passen, lässt man halt weg.
“Wir sind seit zwei Jahren in einer Rezession. Seit 2018 haben wir schon 270.000 Arbeitsplätze verloren”, rechnete er vor. “Wir sind in unserer Branche im vergangenen Monat unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen. Das hatten wir zuletzt 2015.”
2018 war der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit seit der Weltfinanzkrise 2008. Und die hohen Arbeitslosenzahlen seitdem waren zumindest zu einem grossen Teil Ergebnis veränderter globaler Bedingungen und die Umlenkung von Mitteln z.B. aus öffentlichen Ausgaben wie z.B. Instandhaltung von Brücken und Eisenbahn in die Stabilisierung des Finanzsektors. Und eines Fehlens von Investitionen in wirkliche Innovation anstatt innenraumgeräuschoptimierter Verbrennerautos und e-Fuels für Verkehrsflugzeuge. Excuse me? Sind die Industriekapitäne noch ganz dicht?
Was man auch berücksichtigen muss ist die Zahl der verlorenen Arbeitsplätze in Bereichen wie Windenergie, Solarzellenfertigung, Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge aufgrund fehlgeleiteten Festhaltens an veralteten und nicht mehr lebensfähigen Strukturen, die in viele Hunderttausende geht. Gerade das Gejammere über China zeigt, dass es hier mehr Ordungspolitik und strategische auch staatlich gelenkte Investitionen braucht.
Der Versuch hingegen, die alte fossil orientierte Ordnung in einer Art Endgame rein militärisch zu konservieren, wird nicht gelingen und auch nicht eine Erhaltung des Wohlstands gewähren. Die USA hatten es geschafft, im Wettlauf mit der Sowjetunion diese buchstäblich totzurüsten. Im Wettlauf mit China wird das nicht funktionieren, weil die fossile Energie und Technik nicht mehr wettbewerbsfähig ist - und auch weil Leopard II Panzer und Fregatten nicht gegen billige Drohnen helfen.
und auch weil Leopard II Panzer und Fregatten nicht gegen billige Drohnen helfen.
Ich weiß, du schreibst hier eher plakativ als detailliert aber trotzdem: Die Drohne ist nicht das Allheilmittel. Genauso wenig, wie die Rakete die Artillerie überflüssig gemacht hat, macht die Drohne Panzer oder Schiffe überflüssig.
Das Gefecht der verbundenen Waffen oder auch FuG betritt den Raum.
auch weil Leopard II Panzer und Fregatten nicht gegen billige Drohnen helfen.
Doch tun sie. Kampfpanzer können auch mehrere Drohnentreffer ohne weiteres überleben. Da gibt es einige Berichte aus der Ukrainer die das so bestätigen. Natürlich ist so etwas wie ein Skyranger wichtig um länger im Gefecht zu überleben. Fregatten haben Luftverteidigung an Bord. soetwas wie das MLG 27 ist super um billige Drohne abzuschiessen.
Aber 10 billig dronen stehen in keinem Verhältnis zu einem Panzer.
Drohnen greifen nicht Panzer an, sondern Menschen, Wohnhäuser, Krankenhäuser, Elektrizitätswerke, Infrastruktur, Schiffe, Raffinerien.
Und kosten ein Tausendstel dessen, was ein Panzer kostet. Und sind beweglicher. Man kann nicht neben jeden Strommast einen Panzer stellen.
Und sicher, es gibt Abwhrsysteme - aber die sind auch extrem teuer.
Ist doch alles super, die Leute wollen sowieso weniger arbeiten …






