CDU verzweifelt am Kanzler: „Friedrich Merz ist ein Mammut im Porzellanladen“
Friedrich Merz wollte mit seinem Ministertausch einen Befreiungsschlag schaffen. Stattdessen gab es einen Kontrollverlust. Plötzlich ist sein Job in Gefahr.
Es war vermutlich die letzte Amtshandlung des Patrick Schnieder, aber ausgerechnet die geriet wuchtig. Der so hochgewachsene wie unscheinbare Verkehrsminister, den Friedrich Merz vergangene Woche gefeuert haben wollte, bat am Sonntag geräuschvoll um seine Entlassung. Er wolle, schrieb Schnieder, „den unwürdigen Zustand“ beenden. Die Botschaft war klar: Wenn du, Kanzler, es nicht schaffst, mich rauszuschmeißen, gehe ich selbst. Es ist eine seltene Attacke auf den Regierungschef. Aber Schnieder steht damit nicht allein. Aus seiner Reaktion spricht eine tiefe Enttäuschung, die sich in der CDU ausbreitet.
Der Ministertausch von Friedrich Merz gerät außer Kontrolle
Merz hat ein Personalkarussell in Gang gesetzt, das außer Kontrolle zu geraten scheint. Nein, diesem Neuanfang wohnt kein Zauber inne. Nicht mal eine Spur Glanz. Stattdessen wächst sich die Kabinettsumbildung zu einem Konflikt aus, der Merz’ Autorität als Parteichef bedroht.


Du kannst davon ausgehen, dass Merz im Rahmen seiner Möglichkeiten alles mit rechtsauslegern, Günstlingen und sonstigen ihm hörigen Helfershelfern besetzt hat. Sieht man ja auch aktuell.
Die gemäßigten Kräfte in der Union (also gewöhnliche Karrieristen) sitzen auf der Ersatzbank und warten auf ihre Chance.
Die Schwierigkeit ist eher, dass man einen 180° Wechsel der Politik durchführen muss, um sich dieses Dumpsterfire nicht selbst ans Bein zu binden. Und das könnte zu lange dauern, um noch vor der nächsten Bundestagswahl Effekte zu entfalten…