Der Deutsche Ethikrat mischt die Social-Media-Debatte auf. Dem vielfach geforderten Verbot für Minderjährige verpassen die Expert*innen eine Abfuhr – und warnen eindringlich vor den Gefahren von Alterskontrollen. Die Analyse.
Ich bin ja auch kein riesiger Fan von “milliardenschweren Techkonzernen” und deren Kommerzialisierung des Internets.
Aber aller Effekt, den zusätzliche staatliche Regulierung des Internets (und Alterskontrollen sind eine solche) haben kann und jemals haben wird, ist, sicherzustellen, dass nur Unternehmen mit ausreichend Umsatz, um die Kosten für die Einhaltung dieser Regulierung zu decken, im Internet irgendetwas betreiben können. Das sind dann genau die Techfirmen, die wir nicht mögen. Glaubst du, Fediverse-Instanzen werden eher Alterskontrollen einführen oder zusperren?
Wenn man das Internet reguliert, weil man die Geschäftspraktiken von Facebook bekämpfen will, wird auch nur Facebook im Internet übrig bleiben.
Also fröhlich so weitermachen wie bisher. Na bravo
Viel Spaß mit deinen Kindern. Gibt ja jetzt auch so geile Brillen von Zuck. Das wird gaaanz toll mit der Medienkompetenz, die die Kinder dadurch lernen. Vorallem die in der Grundschule. Man sollte ja möglichst früh mit Gefahren in Berührung kommen, damit man auch früh lernen kann.
Wie kommst du darauf, dass das die beiden einzigen möglichen Optionen wären, Alterskontrolle oder unbegrenzt? Nur weil du nicht willst, dass Milliardenkonzerne, die mit gesundheits- und gesellschaftsschädigenden Produkten Profit auf dem Rücken aller machen, diese Produkte aufgeben oder ihr Geschäftsmodell anpassen müssten?
Ich hab nicht vor, jemals für mich selbst oder allfällige Kinder Smartglasses zu kaufen (oder Kindern überhaupt zu sagen, dass das etwas ist, was existiert).
Je nachdem, was man genau für Probleme identifiziert, kann man sich dafür schon Lösungen überlegen, allerdings ist mir nicht klar, welche Probleme du überhaupt genau siehst. Beispielsweise hab ich vor ein paar Wochen hier https://discuss.tchncs.de/post/60711195 beschrieben, wie man einen mehr als 20 Jahre alten Ansatz wieder verfolgen könnte …
Dann lass mich das Kernproblem mal aus Vogelperspektive beschreiben:
Wir geben unseren Kinder heutzutage ab dem Alter von 8 Jahren einen Taschencomputer in die Hand, den sie ab da immer bei sich tragen. Dieser Taschencomputer nimmt durch Benutzung und pure Anwesenheit (immer) Einfluss auf die Gedanken und das Verhalten unserer Kinder. Im schlimmsten Falle verursacht es körperlich Haltungsschäden oder Unfälle durch Unachtsamkeit für die Umwelt. Die Software auf diesen Taschencomputern ist so gestaltet, dass sie immer Aufmerksamkeit der Kinder verlangen. Das bewirkt besagte Verhaltensveränderung, Konzentrationsstörungen und weniger soziale Interaktion mit ihren Freunden, die gerade um sie herum sind. Daneben werden durch die Inhalte auch stereotypische Weltbilder verbreitet (Social Media, AI Chatbots), die die weitere Persönlichkeitsentwicklung der Kinder beeinflussen.
Und die Gesellschaft und alten Ethikmenschen sagen, die Eltern sollen es richten. Warum wird sowas nicht verboten und erst ab einem gewissen Alter erlaubt?
Machen wir bei Alkohol, Pornografie, Sex, Tabak, Autofahren usw auch. Zum Schutz der Kinder.
Die Software auf diesen Taschencomputern ist so gestaltet, dass sie immer Aufmerksamkeit der Kinder verlangen.
Manche Software, die man darauf installieren kann (nicht muss).
Klingt so, als sei die Lösung hierfür, so wie für fast alles bei Computern, freie und quelloffene Software. Die hat dann nämlich erstens keinen Anreiz, eben das zu tun, und wenn sie es doch tut, kann es davon auch Versionen geben, die es nicht tun.
Ich würde bei Kindern in dem Alter ernsthaft überlegen, ihnen ein GNU/Linux-Smartphone zu geben. iPhone käme mir ohnehin nicht ins Haus und Kinder brauchen nicht einmal unbedingt ein Android-Handy.
und weniger soziale Interaktion mit ihren Freunden, die gerade um sie herum sind
Alternativer Gedankengang: Eine Möglichkeit, Mobbing seitens der anderen Kinder, die “gerade um sie herum sind”, zu entkommen und es besser zu ignorieren.
Ich bin ja auch kein riesiger Fan von “milliardenschweren Techkonzernen” und deren Kommerzialisierung des Internets.
Aber aller Effekt, den zusätzliche staatliche Regulierung des Internets (und Alterskontrollen sind eine solche) haben kann und jemals haben wird, ist, sicherzustellen, dass nur Unternehmen mit ausreichend Umsatz, um die Kosten für die Einhaltung dieser Regulierung zu decken, im Internet irgendetwas betreiben können. Das sind dann genau die Techfirmen, die wir nicht mögen. Glaubst du, Fediverse-Instanzen werden eher Alterskontrollen einführen oder zusperren?
Wenn man das Internet reguliert, weil man die Geschäftspraktiken von Facebook bekämpfen will, wird auch nur Facebook im Internet übrig bleiben.
Richtiger Dulli Take. Der Ethikrat sagt, hört auf die Symptome mit halbgaren Lösungen zu bekämpfen und geht an die Wurzel.
Das "Wie"der technischen und rechtlichen Umsetzung ist überhaupt nicht Thema des Ethikrats.
Also fröhlich so weitermachen wie bisher. Na bravo
Viel Spaß mit deinen Kindern. Gibt ja jetzt auch so geile Brillen von Zuck. Das wird gaaanz toll mit der Medienkompetenz, die die Kinder dadurch lernen. Vorallem die in der Grundschule. Man sollte ja möglichst früh mit Gefahren in Berührung kommen, damit man auch früh lernen kann.
Wie kommst du darauf, dass das die beiden einzigen möglichen Optionen wären, Alterskontrolle oder unbegrenzt? Nur weil du nicht willst, dass Milliardenkonzerne, die mit gesundheits- und gesellschaftsschädigenden Produkten Profit auf dem Rücken aller machen, diese Produkte aufgeben oder ihr Geschäftsmodell anpassen müssten?
Das hat die Person doch garnicht behauptet. Der Punkt ist, dass Altersbeschränkungen der falsche Ansatz für das reale Problem sind
Ah, okay. Was ist denn das reale Problem für dich?
Ich hab nicht vor, jemals für mich selbst oder allfällige Kinder Smartglasses zu kaufen (oder Kindern überhaupt zu sagen, dass das etwas ist, was existiert).
Je nachdem, was man genau für Probleme identifiziert, kann man sich dafür schon Lösungen überlegen, allerdings ist mir nicht klar, welche Probleme du überhaupt genau siehst. Beispielsweise hab ich vor ein paar Wochen hier https://discuss.tchncs.de/post/60711195 beschrieben, wie man einen mehr als 20 Jahre alten Ansatz wieder verfolgen könnte …
Dann lass mich das Kernproblem mal aus Vogelperspektive beschreiben:
Wir geben unseren Kinder heutzutage ab dem Alter von 8 Jahren einen Taschencomputer in die Hand, den sie ab da immer bei sich tragen. Dieser Taschencomputer nimmt durch Benutzung und pure Anwesenheit (immer) Einfluss auf die Gedanken und das Verhalten unserer Kinder. Im schlimmsten Falle verursacht es körperlich Haltungsschäden oder Unfälle durch Unachtsamkeit für die Umwelt. Die Software auf diesen Taschencomputern ist so gestaltet, dass sie immer Aufmerksamkeit der Kinder verlangen. Das bewirkt besagte Verhaltensveränderung, Konzentrationsstörungen und weniger soziale Interaktion mit ihren Freunden, die gerade um sie herum sind. Daneben werden durch die Inhalte auch stereotypische Weltbilder verbreitet (Social Media, AI Chatbots), die die weitere Persönlichkeitsentwicklung der Kinder beeinflussen.
Und die Gesellschaft und alten Ethikmenschen sagen, die Eltern sollen es richten. Warum wird sowas nicht verboten und erst ab einem gewissen Alter erlaubt?
Machen wir bei Alkohol, Pornografie, Sex, Tabak, Autofahren usw auch. Zum Schutz der Kinder.
Manche Software, die man darauf installieren kann (nicht muss).
Klingt so, als sei die Lösung hierfür, so wie für fast alles bei Computern, freie und quelloffene Software. Die hat dann nämlich erstens keinen Anreiz, eben das zu tun, und wenn sie es doch tut, kann es davon auch Versionen geben, die es nicht tun.
Ich würde bei Kindern in dem Alter ernsthaft überlegen, ihnen ein GNU/Linux-Smartphone zu geben. iPhone käme mir ohnehin nicht ins Haus und Kinder brauchen nicht einmal unbedingt ein Android-Handy.
Alternativer Gedankengang: Eine Möglichkeit, Mobbing seitens der anderen Kinder, die “gerade um sie herum sind”, zu entkommen und es besser zu ignorieren.
Sorry, aber du verlierst dich in Detaillösungen und übersiehst das strukturelle Problem.